Donnerstag, 29. Oktober 2015

Das Probeteil wird zur Lieblingsjacke


Also, gerade nähe ich ja für den Winterjacken Sew Along von MeMadeMittwoch eine jERIKA (von Prülla) aus Softshell. Hier habe ich euch schon meine bisherige Planung dazu gezeigt. Den nächsten Zwischenstand könnt ihr am kommenden Sonntag sehen.

Weil aber der Softshellstoff nicht gerade billig war und ich die jERIKA vorher noch nie genäht hatte, wollte ich doch erst mal ein Probeteil ausprobieren. Sicher ist sicher!

Ich hatte noch genügend waldgrünen Fleecestoff daheim und damit konnte ich gleich mit dem Schnibbeln loslegen. Eine mittellange Jacke (also mindestens bis über den Po) sollte es sein. Wer meinen Post zum ersten Zwischenstand der jERIKA gelesen hat weiß, wie schwer ich mir mit dem Kombistoff getan habe. Der anthrazitfarbene Softshell hat es mir nicht so leicht gemacht mich zu entscheiden. (Grau ist ja auch eine ganz schwer zu kombinierende Farbe! *Servus Ironie*)
Bei dem grünen Fleece war das ganz anders. Ich wusste sofort, dass ich den unbedingt mit Pink kombinieren muss. Immerhin passe ich damit dann auch gut zu dem Mäntelchen von Johanna...zumindest haben wir den gleichen Futterstoff.

Zugeschnitten, losgenäht und erstaunlich schnell fertig gewesen. Das hätte ich so gar nicht gedacht. Es passt alles und ich musste nichts ändern. Jetzt kann ich auch guten Gewissens mit der Softshellversion weiter machen.

Übrigens:
Wenn man einen kleinen Kürbis knutscht.....


...dann wird er RIESENGROSS!!! (Einige machen es mit Fröschen, mit Gemüse klappt's aber auch!)
Hier ist der Beweis!


Zurück zur Jacke.
Obwohl es nur eine Lage Fleece ist, ist die jERIKA erstaunlich warm! Besonders gut gefällt mir, dass der Kragen so hoch geschlossen ist. Ich hasse das immer, wenn der Schal verrutscht und der Hals dann kalt wird. Dieses Problem stellt sich hier gar nicht erst.



Ich habe mich für die Eingrifftaschen ohne Reißverschluss entschieden. Der Verschluss würde bei mir sowieso immer nur offen stehen. Obwohl ich keine Covermaschine habe, habe ich (eben mit der Nähmaschine) von außen abgesteppt. Das hatte ich schon mal bei Johannas Hosen ausprobiert. Es gefällt mir richtig gut und ich werde das jetzt öfter machen, glaube ich.


Die Teilungsnähte am Rücken finde ich auch toll. Erstens ist die Jacke so natürlich taillierter und zweitens wirkt das Rückenteil einfach interessanter, als nur im Stoffbruch zugeschnitten.



Sehr gut hat mir auch die Version gefallen, dass der Reißverschluss von links noch mal mit einem Band verblendet ist. Das sieht schick aus und man kann hier auch noch mal einen Farbakzent setzen. Mein Webband hat sich beim Nähen nur ein paar Mal etwas verfuzzelt, was mich tierisch gefuchst hat. Aber da kann der Schnitt ja nichts dafür.


Auch, wenn es nur als Probejacke geplant war, werde ich diese Jacke oft und gerne im Alltag anziehen. Im Moment vielleicht eher nicht mehr, es wird doch zu kalt, aber im nächsten Frühjahr auf jeden Fall.
Ich würde sie ja sogar zu Hause zum Kuscheln anziehen, allerdings macht mir unser Kater da einen Strich durch die Rechnung. Fleece zieht Katzenhaare an wie ein Magnet...noch dazu ist die Katze weiß...auf dem grünen Mantel wäre jedes einzelne Haar zu sehen. Also bleibt es eben doch ein Outdoorstück...oder ich rasiere den Kater...verlockend...ich überlege noch.


Ich freu mich sehr, dass die jERIKA auf Anhieb so gut passt und bin jetzt gespannt, wie es dann mit dem Softshell aussieht.

Meine erste neue Lieblingsjacke schicke ich aber jetzt schon mal zu RUMS und auch zu den Designbeispielen bei Prülla.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Wenn ich schon nicht stricken kann...


...dann kaufe ich mir wenigstens einen Strickstoff.

Ich liebe nämlich generell Strickpullis sehr - gerade jetzt im Winter natürlich.
Fündig geworden bin ich bei dem tollen Liese Stoff von Swafing. Jajaja, ich weiß, den kennt ihr alle schon längst. Ich kannte ihn bis vor 2 Wochen noch nicht und war total begeistert von meinen Fund.

Der Stoff ist super. Er kratzt nicht (ich bin da ja oberempfindlich!), sieht toll aus und fühlt sich genau richtig an. Nicht zu dick und nicht zu dünn. Wenn es jetzt noch 100% Baumwolle wäre...naja, man kann halt nicht alles haben.

Und dann hatte ich die 0,75m bei mir liegen.
(Warum nicht gleich einen ganzen Meter? Weil ich manchmal einfach doof bin!)
Ich hatte bisher noch nie einen Pullover mit Strickstoff genäht und wusste nicht, ob er eventuell irgendwie besonders verarbeitet werden muss. Daher wollte ich jetzt nicht gleich in zu viel Stoff investieren und habe mich auf das Minimalmaß beschränkt. Außerdem hätten mich die 2,50€ mehr wahrscheinlich in den finanziellen Ruin getrieben...jaja...mein Kopf.
Offenbar geht ein Strickpulli genauso wie ein Jerseypulli und es klappt auch ohne Spezialfähigkeit.

Dass ich ein Wasserfallshirt daraus haben wollte war mir schon klar, bevor ich überhaupt den Stoff in der Hand hatte. Die Shirtversion nach dem Schnitt von pattydoo mit Viskosejersey hatte ich euch ja bereits hier gezeigt.
In der Nähanleitung steht nichts von Strickstoffen bzw. es wird sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, am besten nur sehr weich fließende Jerseys zu verwenden. Ich wollte es aber unbedingt aus der Liese nähen und daher habe ich einfach mal zugeschnitten (wie gesagt...ich hatte ja auch immerhin 2,50€ gespart!). Und was soll ich sagen, es hat geklappt...finde ich zumindest.


Der Kragen fällt sehr leicht und schön und auch wenn der Stoff nicht superdünn ist, ist nichts starr oder sieht geknickt aus.


Der Wasserfallausschnitt ist natürlich generell toll, aber auch der rückseitige Halsausschnitt gefällt mir persönlich sehr gut. Das werde ich jetzt öfter so machen.


Am vergangenen Wochenende war bei uns ein super Sonnenwetter und fast schon zu warm langärmelig draußen. Das habe ich natürlich gleich für Fotos ausgenutzt.


Der Stoff (und der Schnitt sowieso) ist absolut erwachsenen- und alltagstauglich und das wird nicht die letzte Liese auf meinem Zuschneidetisch gewesen sein. Beim nächsten Mal investiere ich dann aber richtig was! Dann bestelle ich gleich einen Meter! (pro Farbe...)
0,75m haben für dieses Shirt aber eigentlich schon genau gereicht...da war wirklich nicht viel Verschnitt!


Ein Detail habe ich natürlich vergessen zu fotografieren. Und zwar habe ich diesmal ein bisschen mit SnapPap rumprobiert und gespielt...also auf dem Pulli. Aber das zeige ich euch dann vielleicht noch beim nächsten Mal.


Ach ja, schnell genäht war dieses Projekt übrigens auch! 
Mein Kleiderschrank braucht jetzt unbedingt mehr davon. Ich bin zum absoluten Strickstoff-Fan mutiert!

Verlinkt wird heute bei MeMadeMittwoch.und auch wieder bei AWS. Und dann schau ich gleich mal hinterher. Vielleicht finde ich  noch mehr "Liesen" bei euch. Ich brauche noch Inspiration! Es soll ja nicht immer nur der gleiche Schnitt sein.




Dienstag, 27. Oktober 2015

Schnabelin(asH)ose trifft MixMe Girl


Dass ich ein erklärter Fan der Schnabelina und nEmadA Schnittmuster bin wisst ihr ja bereits. Daher war es ja klar, dass für die Herbstgarderobe der kleinen Schnecke auch wieder was von den beiden dabei ist.

Eine Schnabelin(asH)ose hatte ich für Johanna bisher noch nicht genäht (nur für mein Patenkind), daher wurde es jetzt wirklich mal Zeit. Das Shirt ist wieder ein MixMe Girl von nEmadA...kennen wir schon...da wissen wir, dass es passt.

Aufgepasst - es geht los!!!


Für die Hose habe ich mich im Prinzip genau an die Anleitung des supertollen Freebooks gehalten, nur dass ich mir den Reißverschluss gespart und stattdessen ein Bündchen genäht habe. Da muss ich allerdings wohl noch nachträglich einen Gummi einziehen, weil sie sonst doch zu locker sitzt und Johanna ständig am Hose Hochziehen ist.


Kommt euch der Stoff evtl. bekannt vor? Schaut doch mal beim Dirndl-Post. Ein und derselbe Stoff und zwei ganz unterschiedliche Teilchen. Ich finde die unendlichen Variationsmöglichkeiten beim Nähen immer noch so wahnsinnig toll.


Auch die vielen kleinen Spielereien und Details machen mir meistens immer viel Spaß! Hier ist mein Webband auch mal wieder zum Einsatz gekommen.

Das Schnittmuster ist übrigens immer noch toll! Ich habe es ja schon einmal genäht und dieses Mal ging es noch schneller. (Klar, ich musste ja auch keinen Reißverschluss einnähen). Alle Nähte sind noch mal von rechts abgesteppt, so ist die Hose schön stabil, aber nicht starr.


Besonders toll finde ich die Abnäher an den Knien. Das bietet eine ideale Bewegungsfreiheit (wie man hier sieht), die Knie sind toll ausgeformt und außerdem sieht es auch noch gut aus. Für den Herbst wirklich die perfekte Hose und da sie aus einem verhältnismäßig weichen Stoff ist, wird sie auch ohne Murren angezogen. Eine Seltenheit bei uns zu Hause...da werden nämlich eigentlich nur Leggings angezogen und jede wärmere Jeans muss erst mal erkämpft werden.

Warum Johanna hier übrigens auf dem Dreirad sitzt, obwohl sie Fahrrad fahren könnte - keine Ahnung! Und selbst, wenn sie mit den Knien an die Ohren stößt, das musste noch unbedingt sein.


Weiter geht's mit dem MixMe Shirt. In einem Anflug von - nennen wir es mal - "Winterrebellion" habe ich einfach mal kurze Ärmel genäht. Es liegt auf keinen Fall daran, dass ich nicht mehr genügend Stoff für lange Ärmel hatte...es musste unbedingt dieses Braun sein! Einfach ein langes Shirt drunter und fertig ist das Herbstoutfit! Das muss so sein!
Egal ob in kurz oder lang, es ist ein tolles Shirt, das einfach und schnell genäht ist. Noch dazu ein Freebook...sowieso genial!


Jetzt werden noch die letzten sonnigen Tage genossen und mit Opa im Garten toben ist sowieso das Beste!


Das ist auch das einzige Bild, auf dem mal das Bündchen zu sehen ist, fällt mir gerade auf.


Das ist ein Suchbild - wo ist Skuta (unser Kater). Er hat sich auch mit aufs Bild geschlichen - naja, ok...vielleicht nicht so ganz freiwillig.


Der Shirtstoff war übrigens mal für ein Kleid für mich eingeplant. Der kleinen Schnecke steht er aber viel besser finde ich.

Und jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Dienstag und verlinke bei Creadienstag, Dienstags Dinge, Kiddikram, HoT und Schnabelina.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Was Süßes zum Sonntag


Vielleicht fehlt euch ja noch die zündende Idee, was ihr heute Süßes machen könnt?
Da habe ich etwas für euch!

Vor Jahren habe ich mich das erste Mal an "gebrannte Mandeln" getraut. Das Rezept dafür habe ich damals in den Weiten des Internets gefunden...da gibt es wirklich sehr viele verschiedene Versionen. Aber was heißt getraut? Wirklich Mut dazu braucht man ja nicht, weil es so wahnsinnig einfach und schnell gemacht ist. Und das Beste ist, dass es wirklich wie auf dem Oktoberfest oder dem Christkindlmark schmeckt. Echt!

Inzwischen habe ich das Rezept schon öfters weitergegeben und jeder war begeistert wie einfach es ist.


Ihr braucht dazu:
- 250 g Mandeln
- 200 g Zucker
- 100 ml Wasser
- 1/2 Vanilleschote (Alternativ könnt ihr auch 1 Päckchen Vanillezucker nehmen)
- 1/2 Teelöffel Zimt
Zusätzlich benötigt ihr noch eine beschichtete Pfanne, da sonst das Zuckergemisch als Klumpen in der Pfanne pappt.

Und so geht's:
Zucker, Wasser, ausgekratztes Mark der Vanilleschote und den Zimt zusammen in die Pfanne geben und aufkochen lassen. Dann die Mandeln dazu geben und auf hoher Hitze weiter kochen. Unbedingt ständig rühren, sonst brennt es leicht an. So lange kochen und weiterrühren bis nur noch wenig Wasserdampf aufsteigt und die Zuckermasse weißlich aussieht. (Mein Mann sagt, man hört dann die Mandeln knacken...das habe ich alledings noch nie gehört. Wenn jedenfalls die Mandeln zu knacken beginnen, sind die fertig). Das Gemisch sofort auf eine Backmatte oder Backpapier kippen und mit einem Teigschaber trennen. Achtung nicht mit den Fingern! Der Zucker ist extrem heiß und man verbrennt sich sehr leicht! Anfangs sehen die Mandeln noch ziemlich flüssig aus auf der Matte wenn man mit dem Schaber darin rührt, aber wenn sie beim Trennen abkühlen, bekommen sie das typische Aussehen. Vorsicht, auch wenn der Zucker außen kühl ist, ist die Mandel darin direkt nach dem "brennen" noch sehr heiß! Etwas abkühlen lassen und genießen!


Die kleine Schnecke ist auch von den Mandeln begeistert, ganz besonders wenn sie frisch sind! (Wobei sie bei uns sowieso nie "alt" werden). Bei diesem Rezept lasse ich sie aber ausnahmsweise mal nicht mithelfen, weil es mir mit dem heißen Zucker für sie zu gefährlich ist. Zuschauen - vorsicht, beim Kochen spritzt es etwas - und Naschen darf sie natürlich trotzdem immer. Sie weiß auch schon, dass sie immer ihre Schürze braucht, wenn wir in der Küche werkeln. Eine Küchenschürze für Kinder zu nähen geht übrigens fast so schnell wie gebrannte Mandeln machen.





Dies ist schon die zweite Version für Johanna. Aus ihrer ersten Schürze ist sie rausgewachsen...vielleicht zeige ich sie euch irgendwann noch mal. Beide Schürzen sind aus Wachstuch genäht.
Ausschneiden, Schrägband rundherum annähen, und Bänder mit Kam Snaps fixieren, fertig. Man kann die Bänder natürlich auch selbst nähen. Ich habe es mir einfach gemacht und Geschenkbänder aus Stoff dafür genommen. Wer will kann auch noch eine Tasche vorn aufnähen. Das Band für den Hals kann mit verschiedenen Snaps auch in der Länge verstellt werden. Damit wächst die Schürze auch etwas mit.



Ich wette, dafür braucht ihr nicht mal eine Stunde, inklusive Stoffauswahl und Zuschnitt.

Viel Spaß beim Ausprobieren und lasst es euch schmecken!
Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich euch!!!

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Schaaaaatz, lass uns Urlaub machen!

Jetzt hat es endlich mal geklappt und ich habe den Weekender von meiner Lieblingsbloggerin Christine genäht.

Den habe ich schon ewig im Auge. Jedes Mal, auf einer kleineren Tour, dachte ich mir: "Siehste, jetzt hättest du das Ding brauchen können". Außerdem habe ich ja schon das ein oder andere Mal erwähnt, dass ich generell Taschen-nähsüchtig bin.

Also ran an den Stoff....und da war er eigentlich auch schon fertig. Die Anleitung ist super verständlich und an sich ist der Weekender auch nicht schwer zu nähen...je nachdem wie umfangreich man es eben haben will. Dass es so viele Variationsmöglichkeiten gibt, gefällt mir besonders gut!


Hoppla, da hat sich ein Katzenbein mit auf's Bild geschmuggelt (das habe ich tatsächlich gerade erst hier im Post bemerkt. Naja, der Skuta wollte halt auch mal mit auf den Blog.

Eine Version ohne Katzentier gibt es natürlich auch.



Viel "betüddelt" habe ich nicht. Ich wollte die Tasche einigermaßen schlicht aber schick halten. Daher ist es nur auf Paspeln hinausgelaufen.


Der Weekender an sich gefällt mir super gut. Mit meiner Stoffwahl bin ich allerdings noch nicht ganz zufrieden. Ich habe diese Stoffe bereits für eine Handtasche verwendet (die ich euch demnächst noch zeige) und da sieht es super aus. Für den Weekender funktionieren sie irgendwie aber nicht so gut...den will ich jetzt doch lieber bunt.


Ursprünglich hatte ich ja vor, ihn mal mit Kunstleder auszuprobieren...und jetzt, während ich darüber schreibe glaube ich, dass ich das als nächstes wirklich so mache. "Wildleder" habe ich bei dieser Tasche auch schon verarbeitet, aber ich denke ich nehme die feste Version.


Eigentlich war's ja klar. Ich bin wirklich sehr selten mit der ersten Version eines Projekts zufrieden.
Dass ich den Weekender nicht nur einmal nähen werde, wusste ich also schon vorher. Abgesehen davon, kann ich mehr davon brauchen. Jetzt bin ich süchtig...


Sehr schön finde ich auch, dass die Tasche von selbst so einen guten stand hat. (Zwei verschiedener Vlieseinlagen sei Dank)


Die Form an sich ist auch klasse und es geht wirklich was rein. Also zumindest sieht es so aus. Der Kurztrip steht jetzt erst noch an. Das ist doch mal ein super Grund dafür, oder? "Schatz, lass uns übers Wochenende wegfahren, ich muss die neue Tasche ausprobieren!"


Demnächst gibt es dann also die Version Nummer zwei und ich freu mich schon drauf!

Verlinkt wird heute bei "RUMS" und natürlich bei "Taschen und Täschchen"

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Lila ist ne Männerfarbe!


Das findet auch mein Vater, für den ich dieses Hemd genäht habe.

Da ich mit Moritz Hemden ja schon viel üben konnte, war dieses Hemd schnell gemacht und ich bin insgesamt auch ausnahmsweise sehr zufrieden damit. Es gibt keine offensichtlich schiefen Nähte und generell sieht es auch einfach sauber aus. Der Stoff hat sich aber auch toll verarbeiten lassen. Er ist ganz leicht, aber nicht so flutschig und trägt sich wohl auch sehr angenehm.

Als ich den tollen Stoff fand, wusste ich sofort, dass daraus ein Hemd entstehen muss. Mittlerweile habe ich bestimmt 10 weitere Hemdenstoffe im Schrank liegen, die noch darauf warten endlich verarbeitet zu werden. Einmal damit angefangen, packt einen die Sucht.

Aber zurück zum lila Hemd.


Dieses Foto ist letzte Woche entstanden. Ja, da war es schon kalt. Mein Vater gehört allerdings zu den Menschen, die auch im Winter öfters kurzärmelig rumlaufen (natürlich nicht Draußen). Ein langärmeliges Hemd hätte ich für ihn nicht machen brauchen, das hätte er sowieso nicht angezogen. Ich musste also auch keine Manschetten nähen...YEA!


Mit den Ärmeln bin ich mittlerweile recht zufrieden. Hin und wieder mache ich mal einen "Fake-Druckknopf" hin oder ich schlage sie einfach um und steppe sie fest.
Ja und an der Gänsehaut sieht man, auch die Harten stehen frierend im Garten.



Diesmal konnte ich auch meine Perlmuttknöpfe (keine Ahnung warum ich davon SO viele habe) unterbringen.


Ja, dafür werde ich mir einen Rüffel abholen, aber das Handyfoto muss hier jetzt einfach rein. Aber wer geht schon mitten im Shooting ans Telefon...?


Ach ja, eine Sache ist doch noch. Den Kragen werde ich zukünftig kleiner machen. Er wellt sich nämlich (trotz Vlieseline und Bügeln) öfters nach oben und das sieht recht komisch aus. Oder ich arbeite mit den Kragenstäbchen, das habe ich allerdings noch nie gemacht. Da muss ich mich noch entscheiden.


Mit den Nähten bin ich dieses Mal wie gesagt recht zufrieden. Fast alle Nähte werden von Außen noch mal abgesteppt...mit zwei Nähten...parallel. Man könnte jetzt natürlich auch eine Zwillingsnadel nehmen. Das habe ich auch ausprobiert. Das ständige Nadelwechseln (weil halt doch nicht alle Nähte doppelt sind) hat mich dann genervt. Die Ecken lassen sich mit der Zwillingsnadel auch nicht gut absteppen. Frei Hand geht es aber auch.


Also ich finde, dass die Farbe meinem Vater wirklich super steht und freue mich natürlich, dass es ihm auch gefällt und es schon öfters getragen wurde.

Das Hemdenschnittmuster ist übrigens von Dots Design. Ich kam bisher bei allen Hemden damit gut zurecht und finde es auch toll, dass sie eine Videoanleitung gemacht haben.

Ich verlinke dann mal bei Für Söhne und Kerle und bei AfterWorkSewing.



Dienstag, 20. Oktober 2015

Was hat Fußball eigentlich mit SnapPap zu tun?


Und ganz besonders der FC Bayern?

Schuld an diesem Post ist meine Freundin Miriam, bzw. genauer gesagt ihr Geburtstag.
Geburtstage haben ja (zumindest bei mir) die Eigenschaft plötzlich und unerwartet mitten im Jahr aufzutauchen und einem so gut wie keine Vorbereitungszeit für ein Geschenk zu lassen.
Den Spruch "unter Druck arbeitet es sich sowieso besser" habe ich in der Nähwelt nun schon sehr häufig gelesen. Stimmt wohl, denn es hat alles noch gut geklappt.

Miriam's Wunsch war eine SchnabelinaBag, die ich euch noch zeigen werde...könnt ihr meine Taschen überhaupt noch sehen?

Heute gibt es aber mal einen SnapPap Post von mir.


Wie immer bin ich spät dran damit, die neuesten Trends auszuprobieren. Ich habe dieses papierlederartige Alleskönnermaterial von Snaply schon länger im Auge, aber bis jetzt hatte ich noch keinen wirklichen Bedarf für mich erkannt.

Da Miriam ein riesen Fußball - Entschuldigung, FC Bayern - Fan ist, hat sie eine Dauerkarte für das Fußballstadion in München hat (Ja, Miriam! Ich weiß, das heißt Allianz Arena). Im Stadion ist es wohl fast immer voll und sie möchte da nicht immer ihren vollen Geldbeutel mit allem Bargeld und Karten mitnehmen. Jedes Mal alles rausräumen ist aber auch doof.
Sie braucht also eine zweite, kleine Geldbörse für ein bisschen Bargeld, ihre Jahreskarte und das S-Bahn Ticket.


Genäht habe ich die SnapPap Geldbörse von Pattydoo. Eine ganz tolle, kostenlose Nähanleitung mit Schnittmuster. Ina von Pattydoo hat dazu sogar eine Videoanleitung gemacht. Da kann wirklich nichts mehr schief gehen.

Vorne drauf kam natürlich ein Plot - das Bayern München Logo - was sonst.


Das Logo ist übrigens Schuld daran, dass ich die Geldbörse zwei Mal genäht habe. Also meine Schuld ist es jedenfalls nicht. Wer kann denn bitte wissen, dass man darauf achten muss, wie rum das Außenteil angenäht werden muss, damit es mit dem Innenteil richtig zusammen passt und das Logo nicht auf dem Kopf steht?

Der Plot an sich hat super funktioniert.
Um hier die Lorbeeren nicht selbst einzusacken - die meiste Arbeit hat, wie immer, Moritz hier erledigt - ist ja "sein" Plotter.
Die fieseligste Arbeit war das Entgittern (das durfte dann wieder ich machen). Also die "Ausschnitte" rausfitzeln. Besonders fies war das "Ü". (Das 60er oder BVB Logo wäre da irgendwie einfacher gewesen!)  Insgesamt hat das Logo eine Größe von 8cm.


Das Bügeln ging überraschend gut. Davor hatte ich ein wenig Bammel. Keine Verfärbung auf dem SnapPap und die Flockfolie hält wunderbar. Es ging sogar besser als auf Jersey zu plotten, da sich hier nichts verzieht und alles exakt aufeinander passt.


In der Anleitung von Pattydoo wird ein Gummiband verwendet um die Geldbörse zu schließen bzw. zusammen zu halten. Da ich das Logo aber nicht verdecken wollte, habe ich mir eine Alternative mit Kam Snap überlegt.

Die Inneneinteilung finde ich persönlich sehr praktisch und gut gemacht. Der Praxistest wird es noch zeigen wie alles dann tatsächlich funktioniert.


Das Münzfach reicht auf jeden Fall für ein paar Euro. Hinten das Fach für Scheine sowieso.


Und auch ein paar Karten gehen rein. Im unteren Teil ist noch ein "Stopper" eingenäht, der verhindert, dass die die Karten zu tief nach unten rutschen. Pattydoo hat hier wirklich an alles gedacht.


Abschließend muss ich sagen, ich bin begeistert vom SnapPap und der Geldbörse. Für den normalen Alltag wäre mir die Börse zwar etwas zu klein. Wenn man aber mal zu besonderen Events nicht immer gleich den prall gefüllten Geldbeutel mitnehmen will, ist das hier genau richtig. Dass die Anleitung kostenlos ist, macht es natürlich noch besser! Und mit SnapPap werde ich jetzt noch weiter experimentieren!


Heute verlinke ich bei Creadienstag und HoT. Darf ein Geldbeutel denn auch zu Taschen und Täschchen, liebe Evelyn? Es ist doch eine Tasche für Geld...zählt schon, oder?! Oh und bei der Plotterliebe Linkparty bin ich heute auch dabei.