Donnerstag, 28. Januar 2016

Wie viele SchnabelinaBags eigentlich noch?


Also eigentlich wollte ich mir ja schon längst eine SchnabelinaBag in groß nähen, aber jetzt bin ich doch noch mal schwach geworden und habe mir eine zweite Handtasche in der "mini"-Größe gemacht.
Meine derzeitige Handtasche kennt ihr ja schon. Aber Handtaschen kann frau ja eigentlich nie genug haben, oder?

Also, hier kommt jetzt noch einmal die Kleinstversion, bevor ich mit der großen Schwester anfange.


Diesmal habe ich mich für die offene Reißverschlussvariante entschieden. Das gefällt mir auch richtig gut. So lässt sich die Tasche wirklich komplett öffnen, was gerade bei dieser kleinen Variante praktisch ist.



Außerdem habe ich die beiden Henkel in der Mitte weggelassen und nur einen Schultergurt angebracht.


Damit es etwas schicker aussieht, habe ich einen verstärkten Träger aus dem Taschenstoff genäht. Das Wenden war wirklich überhaupt kein Spaß. Gefühlt saß ich länger daran, als an der ganzen Tasche. Und das Geschimpfe haben bestimmt auch noch die Nachbarn gehört. Aber das Ergebnis mag ich sehr. Bei dieser Tasche passt es einfach viel besser, finde ich.


Für die Farb- bzw. Stoffauswahl habe ich etwas länger gebraucht. So richtig anspringen wollte mich am Anfang kein Stoff. Da fiel mir noch mal der Weekender ins Auge und dann war alles klar. Blümchenmuster mag ich ja gerade sowieso. Ich muss sagen, dass die Tasche auch sehr schmutzresistent ist.


Eine insgesamt etwas weiblichere bzw. verspieltere Version als meine bisherige Alltagstasche. Ich trage sie aber sehr gerne. Bei einer nächsten Version würde ich wahrscheinlich noch den Schultergurt verstellbar machen, aber da dies ja nicht meine letzte SchnabelinaBag gewesen sein wird, habe ich  noch viele Möglichkeiten.

Innentaschen habe ich hier übrigens nicht eingenäht. Ich muss zugeben, dass ich in dieser Hinsicht immer sehr schlampig bin. Am Anfang nehme ich mir immer vor alles brav einzusortieren - den Schlüssel in die eine, das Handy in die andere und die Brille auch in ihr eigenes Fach. Am Ende landet alles einfach irgendwo mittendrin und die Seitenfächer bleiben leer. Geplant habe ich noch einen Taschenorganizer...mal sehen wann ich den schaffe...und auch, ob es etwas bringt.

So, jetzt geht es aber erst mal weiter mit etwas mehr Kleidung für mich...und natürlich auch mit den genähten Weihnachtsgeschenken für Mama, die ich euch unbedingt noch zeigen möchte...beim nächsten Mal.

Ach ja und um noch auf die Frage aus dem Posttitel zurückzukommen...VIELE!!!

Verlinkt bei: RUMS , Taschen und Täschchen, Schnabelina, Nähfrosch
Schnittmuster: SchnabelinaBag von Schnabelina
Stoff: Cordstoff, Futter und Patches aus dem Kellerstofflager und Blumenranken von Stoffe Hemmers

Mittwoch, 27. Januar 2016

Ein Kleid reist nach Australien


Natürlich nicht nur das Kleid, sondern die ganze Familie. Freunde von uns sind für 2 Monate in Australien und Neuseeland mit dem Camper unterwegs.
Ich kann nicht sagen, dass ich sehr neidisch bin! Denn das wäre eine absolute Untertreibung!
Vor 5 Jahren haben wir selbst einen Monat in Australien Urlaub gemacht und sind mit dem Camper rumgedüst. Und obwohl es leider sehr viel geregnet hat, war es eine geniale Zeit und irgendwann will ich dort wieder hin.

Ich hatte versprochen für Laura (die 5-jährige Tochter) ein Urlaubskleid zu nähen und auf die letzte Minute ist es fertig geworden.


Ungefähr zeitgleich habe ich dieses Dress-a-Dream Kleid für Johanna genäht. Erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass es die Farben der australischen Flagge hat. Somit war es natürlich die perfekte Kombi für ein Australienkleid.


Genäht habe ich den Schnitt "Linchen" von Allerlieblichst. Ein schöner Sommerschnitt, der luftig und leicht fällt. Genau richtig für die aktuellen 30°C im Schatten...also in Australien.

Ein Plot musste natürlich auch drauf. Klar ein Koala - obwohl Johanna steif und fest behauptet, dass er wie ein Affe aussieht. Vielleicht müssen wir doch mal wieder in den Zoo gehen.
Die Datei habe ich als kostenloses Clip Art im Netz gefunden und ich stelle sie euch hier direkt für den Sihouette Plotter umgewandelt zur Verfügung.


Ein Schleifchen musste diesmal auch dran. Zu Anfang hat sie mich etwas geärgert, weil sie sich nicht so schön legen wollte, wie ich es gerne gehabt hätte. Mit einer Anleitung wäre ich wahrscheinlich schneller ans Ziel gekommen, aber am Ende hat es auch so funktioniert.


Und da ich gerade total auf den Geschmack von dehnbarer Spitze gekommen bin, habe ich damit natürlich den Halsausschnitt eingefasst. Gerade jetzt, wenn die Mädels größer werden sieht es noch ein bisschen feiner bei den Kleidchen aus, finde ich. Auf Bündchen werde ich sicher nicht verzichten, aber so hin und wieder eine Spitze finde ich toll. Ich habe gleich mal Nachschub geordert.
Jetzt muss ich mich auch endlich mal an die Unterwäsche wagen...genug Gummi ist ja jetzt da.


Zum ersten Mal habe ich diesmal übrigens eine Größenangabe eingebügelt. Das ist mir auch inzwischen erst aufgefallen, dass es tatsächlich sinnvoll ist. Kam mir bisher nicht in den Sinn, weil ich in dem Moment, wenn es getragen wird ja weiß, welche Größe es ist. Später dann die Größe aber richtig zuzuordnen wird wahrscheinlich schwierig.
Erst wollte ich einen Plott einbügeln, aber dann ist mir mein Labeldrucker eingefallen. Kennt ihr den? Das ist ein echtes Muss für einen Organisationsfreak wie mich. Und dafür gab es vor einiger Zeit mal recht günstig aufbügelbare Etiketten.
Mein Gedankengang: "Brauch ich die? Ach, für irgendwas bestimmt! Nimm sie mit!"
Jedenfalls habe ich also das Etikett aufgebügelt und es funktioniert wunderbar. Ist ne Sache von 30 Sekunden. Das ist für die Größenetiketten echt eine tolle Geschichte und ich will es jetzt immer so machen. Zumindest habe ich es mir fest vorgenommen.

Da das Kleid samt seiner Besitzerin leider gerade nicht ganz so nah verfügbar ist, gab es auch keine Tragebilder-Session. Ein Foto habe ich aber doch schon geschickt bekommen. Der Tragetest wurde also bestanden!


Verlinkt bei: After Work Sewing, Kiddikram, Johys Kleiderwoche, Meitlisache, Plotterliebe
Schnitt: Linchen von Allerlieblichst
Stoff: Sternchenjersey vom Stoffmarkt

Dienstag, 26. Januar 2016

Die kleine große Eiskönigin


Also bei mir ist es so. Es gibt Projekte, da weiß ich schon bevor ich anfange zu nähen, wie der Blogpost dazu auszusehen hat. Bei anderen fotografiere ich einfach so drauf los und wieder bei anderen kommt mir die Idee zu den Fotos beim Nähen. Die Texte dazu fließen dann immer schnell ein.

Johannas Elsa Kleidchen gehört zur ersten Gruppe. In dem Moment, als ich den Stoff und das Schnittmuster in den Händen hatte, wusste ich schon wie der Post dazu aussehen sollte.
Aber es kommt ja immer anders als man denkt.


In diesem Fall lag das schon mal daran, dass Johanna das Kleid sehr gerne anzieht. An sich ist das super! Nur, wenn sie es anhat, dann will sie es nicht mehr ausziehen. Nun ist das natürlich kein Alltagskleid und auch das Material ist nicht gerade sehr strapazierfähig. Und so haben wir schon das erste Problem. Das Kleidchen ist etwas ramponiert, bevor ich überhaupt dazu gekommen bin, Fotos davon zu machen. Satin, Pannesamt und Organza sind wirklich super zum Kostüme nähen, aber den Kindergartenspielbelastungsalltagstest besteht das Material nur bedingt. An sich aber egal - ein Kostüm ist ja eben nicht für den Alltag gedacht und muss auch nicht ewig halten. Nur für die Fotos war's blöd.


Problem Nummer 2. Mein Töchterchen kann zurzeit nur ganz schlecht still sitzen - also wirklich keine Sekunde. Da ist Fotografieren immer GANZ einfach. Und wenn ich sie dann doch erwische gibt's entweder ein Fotogesicht oder ne Grimasse.

Sehr lange Rede, ganz kurzer Sinn. Mein Perfektionistenkopf ist so gar nicht glücklich mit dem heutigen Postergebnis und auch nicht mit dem Zustand des Kleides. Mein praktischer Kopf sagte aber sehr deutlich: "Da änderst du jetzt nix mehr dran, es liegt noch so viel anderes Zeugs hier rum!".


Mit dem Kleid selbst bin ich aber recht glücklich. Die Puppenversion davon hatte ich euch hier gezeigt. Arabella und Johanna zusammen im Partnerlook finde ich schon sehr niedlich.


Ganz ursprünglich sollte/wollte ich ein langes Kleid nähen...mit lange Schleppe. Eben genauso, wie bei der Eiskönigin Elsa. Für meinen Wirbelwind wäre das aber extrem unpraktisch gewesen. Beim Spielen wird auf den Knien rumgerutscht und sich auf dem Boden gewälzt, ohne Rücksicht auf Verluste. Da ist so eine feine Schleppe schnell ab und der lange Rock stört auch nur. Also gab es eben ein Schnabelina Drehkleidchen, das schwingt dann auch noch so schön.

Das mittlere Rocksegment ganz vorne habe ich bei dem Eiskristallorganza weggelassen. Johanna findet, dass es so ein bisschen etwas "flügelartiges" hat. Auf der Rückseite liegen die beiden Röcke (Organza und Satin) ganz normal locker übereinander, wobei der Überrock ein klein wenig kürzer ist.



Das Oberteil ist aus einem Pailettenstoff, allerdings habe ich noch mit Pannesamt gefüttert, da es sonst ziemlich gekratzt hätte. Beide Stoffe sind einigermaßen dehnbar und beim Anziehen gibt es keine Probleme. Den Halsausschnitt habe ich mit elastischer Spitze gesäumt, da hier ein Bündchen irgendwie nicht dazu gepasst hätte.


Die Ärmel sind komplett aus Pannesamt. Ich dachte erst, dass Johanna in dem Kleid ziemlich schwitzen würde, wegen dem 100%igen Polyester, aber es scheint für sie angenehm zu tragen zu sein.

Nach wie vor bin ich ziemlich glücklich über den Schneeflockenorganza-Fund. Der passt wirklich schön zu einem Elsa Kleid. Johanna war ebenfalls sehr begeistert und am Anfang hörte ich nur ein "Ohhhhhhhhhh, bestickte Seide! Wie eine Prinzessin"! Und dann schwebte sie durch den Raum.


Also wie gesagt. Ein Alltagskleid ist das nicht und es wird sicherlich auch nicht ewig halten. Aber zum Verkleiden daheim und auch für eine Runde Fasching passt es gut. Johanna ist glücklich - also bin ich es auch. Und für mich ist es jetzt auch wieder gut mit dem großen Mädchenglitterkram, ich bin da ja eher geradlinig veranlagt.


Ach ja und noch kurz zu Johannas eigentlichem Faschingskostüm. Ich habe ihr freie Hand gelassen und sie konnte wählen, welches Tier sie gerne sein möchte. Aus der riesen Auswahl pickte sie sich dann ein Krokodil heraus! Ja! Ein Krokodil, mit Schwanz und Zähnen. Dass dies ein nicht gerade alltägliches Kostüm ist, brauche ich hier ja nicht zu erwähnen. Fertige Schnittmuster dazu gibt es so gut wie keine, also bastele ich gerade selbst dran herum. Ein Prototyp ist schon fertig, nur die Schnauze macht noch Probleme. Falls eine von euch also schon Erfahrung mit Krokodilkostümen hat, bin ich für jeden Tipp dankbar! Da die Faschingsfeier im Kindergarten erst nächsten Donnerstag ist, habe ich zum Glück noch etwas Zeit.


Verlinkt bei: Creadienstag, Schnabelina, Kiddikram und Meitlisache, Kleiderwoche von Johy und Kostenlose Schnittmuster
Schnitt: Schnabelina Kapuzenkleid
Stoff: Pannesamt, Pailettenstoff, Satinstoff von Stoffe Hemmers, Eisblumenorganza von ebay


Mittwoch, 20. Januar 2016

bREAKING bAD jERIK


Auf geht's zum zweiten Teil meiner jERIK-Miniserie.

Heute zeige ich euch das Modell aus Sommersweat. Die Farbe hat mich gleich angesprungen und da wusste ich noch nicht mal, dass es ein Double Face Sweat, mit einem tollen Orange ist. Eigentlich wollte ich das noch irgendwo miteinbauen- eventuell die Ärmel nach außen umschlagen oder sowas - aber am Ende hat es sich doch nicht ergeben. So musste wenigstens der Reißverschluss farblich herhalten.



Bei dieser Jacke habe ich eine gefütterte Kapuze genäht. In der originalen Anleitung bleibt die Kapuze eigentlich ungefüttert - und ja, da hätte man auch die orangene Abseite gesehen - aber in meinem Kopf war von vornherein eine schwarze Kapuze eingeplant. Gegen meinen Kopf komme ich nicht an, also...schwarzes Futter, keine Taschen.


Mit dieser Version bin ich ganz besonders zufrieden, da hier der Reißverschluss wirklich so schön sauber geworden ist. Es steht nichts ab, die meisten Nähte sind gerade und das Nahtband passt super dazu. Ich bin glücklich! So, das war's mit der Selbstbeweihräucherung! Es geht weiter mit Fakten...



Ich bin mir noch nicht sicher welche jERIK Variante mir nun am besten gefällt. Es hängt wohl immer vom Stoff ab, was der so dazu sagt. Der Braune hat förmlich nach einer legeren Kapuzenvariante geschrien. Die Kragenvariante passt zum Beispiel sehr gut zu Strickstoffen, finde ich.

Ein Plot musste diesmal auch mit drauf. Moritz ist ein großer Fan von Walter White und er wünschte sich seinen Kopf - also das Bild davon. Zum Glück gibt es da wirklich viel zu finden und so landete Walter auf der rechten Brust. Das Entgittern war wirklich fummelig/ätzend/blöd/langwierig/eine riesen Friemelei kein so großer Spaß, aber ich bin nach wie vor begeistert welche feinen Motive der Plotter ausschneidet. Da ist wirklich jedes Detail mit ausgeschnitten worden.


Verwendet habe ich Flockfolie und damit habe ich mich dem Wunsch des Gatten gefügt. Ich hätte ja lieber Flex genommen, aber es ist ja nicht meine Jacke.



Die Fotos sind ganz kurz vor dem Winter- bzw. Schneeeinbruch entstanden. Kalt war es da allerdings trotzdem schon und Moritz hat beim Fotografieren ordentlich gefroren im Sommersweat. Ein echter Mann lässt sich das natürlich nicht anmerken. Aber immerhin die Hände blieben fast dauerhaft in den Hosentaschen verstaut.



Moritz wird diese Jacke wahrscheinlich das nächste Mal erst bei etwas wärmeren Temperaturen tragen. Macht nichts, denn er hat ja noch zwei Weitere im Schrank.
Zwei jERIKS habe ich noch in petto, die ich euch zeigen möchte. Nächste Woche gibt es dann dazu das Serienfinale.


Verlinkt bei: After Work Sewing, Prülla und Für Söhne und Kerle
Schnitt: Herrenjacke jERIK von Prülla
Stoff: Double Face Sweat von Traumbeere (DaWanda)

Dienstag, 19. Januar 2016

Puppenkleidchen a la Elsa, die Eiskönigin


Na was soll ich groß sagen. Elsa & Co. haben nun auch bei uns Einzug gehalten. "Schuld" war das Hörspiel, das Johanna vor einiger Zeit bei einer Freundin gehört hat. Danach musste sie es unbedingt selbst haben. So nahmen die Dinge ihren Lauf und "ich lass los, lass jetzt los und ich fühl mich wie neu geboren" schallt nun täglich (mehrfach) durch die Wohnung (und als Ohrwurm in meinem Kopf).

Ungefähr zeitgleich wollte ich mal wieder ein neues Puppenkleid für Arabella nähen.
Der Wunsch nach einem Elsakleidchen wurde lauter und so gab es erst mal eine Abmachung.
Erst bekommt die Ara ein Elsakleid und wenn alles gut geht, dann bekommt Johanna auch noch eins.

Es ist gut gegangen. Hier ist unsere kleine Puppenkönigin.


Ich muss sagen, dass ich insgesamt recht zufrieden mit dem Ergebnis bin. Der Halsausschnitt ist zwar zu groß geraten, aber das lässt sich verschmerzen...dann bleiben die Haare halt offen. Ansonsten passt das Kleid aber sehr gut und es war wirklich ziemlich einfach zu nähen. Zuerst hatte ich etwas Angst um meine Nähmaschinennadel bzw. das Overlockmesser wegen den Pailetten - das war aber komplett unbegründet.


Die Stoffe habe ich natürlich gleich in einer größeren Menge gekauft. Schließlich soll Johanna ja auch ein Partnerlook-Kleid bekommen. Für den Unterrock und die Ärmel habe ich Satinstoff verwendet. Das Oberteil ist aus elastischem Pailettenstoff, der mit himmelblauem Pannesamt gefüttert ist. Es wäre nicht zwingend notwendig gewesen das Oberteil für die Puppe zu füttern, aber der Pailettenstoff ist etwas durchsichtig. Für Johanna habe ich von vornherein das Oberteil zweilagig genäht, da ich vermeiden wollte, dass der Paillettenstoff kratzt.


Ein sehr glücklicher Fund war der Organzastoff mit den Eiskristallen für den Überrock. Den habe ich bei einem Ebayshop in England gefunden. Der Versand dauerte zwar insgesamt 10 Tage, aber das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. finde ich.
Für das ganze Kleid benötigt man wirklich nicht viel Stoff!


Ja, es stimmt. Das originale Elsakleid ist eigentlich bodenlang mit einer Schleppe. Aber es sollte ja ein Kleid im Partnerlook sein und für Johanna war von vornherein klar, dass es ein "praktisches" Kleid sein muss. Über das man nicht drüber fällt und mit dem man auch mal toben kann. Von der Länge her also nur bis kurz über das Knie. Bei Arabella musste es also genauso sein.
Den Rock zu verlängern, das wäre aber das kleinste Problem gewesen.


Hinten wird das Kleid mit einem Klettverschluss im oberen Teil geschlossen. Der untere Teil des Rocks ist schon zusammengenäht. Beim nächsten Mal würde ich hier den Überrock allerdings nicht mit einnähen.
Die Arbeit des Umschlagens beim Säumen habe ich mir gespart. Stattdessen gab es einfach sowohl beim Über- als auch beim Unterrock einen Rollsaum.


Dass Arabella in ihrem Kleid wirklich sehr gut bei Johanna angekommen ist, brauche ich hier bestimmt nicht zu erwähnen, oder? Es werden noch weitere Kleidchen folgen - wenn auch nicht unbedingt im Elsa Stil.
Johannas Partnerlook-Kleid ist ebenfalls fertig, aber noch nicht fotografiert. Ich hoffe, dass ich noch eine Chance bekomme.
Arabella ist da einfach ein so extrem viel geduldigeres Fotoobjekt...die meckert wirklich nie - und das, obowhl sie mit nacktem Hintern im Schnee sitzen musste!


Also, nächste Woche zeige ich euch dann Johannas Elsa-/ Prinzessinen-/ Partnerlook-/ Faschingskleid (hoffentlich). Ihr eigentliches Faschingskostüm für den Kindergarten wird aber etwas ganz anderes sein. Dazu aber demnächst mehr.

Verlinkt bei: Creadienstag, DienstagsDinge, Kiddikram und Meitlisache, Stoffreste Linkparty,
(gibt es wirklich noch keine Linkparty für Puppenkleidung und die Eiskönigin?)
Schnitt: Puppenkleid nach eigenen Gehirnwurschteleien für eine "American Girl" Puppe
Stoff: Pannesamt, Pailettenstoff, Satinstoff von Stoffe Hemmers, Sternchenorganza von ebay


Samstag, 16. Januar 2016

Schnabelina Rundpassemäntelchen die Zweite


Seit gestern gibt es den super Schnitt bzw. das Ebook vom Schnabelina Rundpassemäntelchen online für alle zum Download. Ihr findet ihn hier.

Meine erste Version aus Softshell habe ich euch ja schon gezeigt. Heute ist noch das Fleecemäntelchen dran. Dass ich den Schnitt absolut klasse finde, wisst ihr bereits. Und auch aus Fleece ist es ein schönes warmes Mäntelchen...für den "Übergang" wie man so sagt.


Einen Strebertag hatte ich seit der Softshellversion nicht mehr und daher hat der Mantel ein ganz normales Flanellfutter ohne Stepper.


Also außen und innen total kuschelig. Die genähte Größe 116, bei Johannas Körpergröße von 112cm, passt perfekt. Die Ärmel können wir sogar noch etwas umschlagen, so gibt es einen kleinen Farbakzent.


Normalerweise bin ich kein großer Fan von viel Schnickschnack und Tüddelei und auch hier wollte ich das Mäntelchen einigermaßen schlicht halten. So ganz ohne irgendwas war es dann aber doch ein bisschen leer und daher habe ich auf den Rücken noch die "Biene Maja" angenäht.



Zusammen mit der Paspel von der Passe hat das ganz gut harmoniert.
Diesmal war meine Nähmaschine trotz Fleece und Flanell wirklich sehr brav und hat keine Stiche ausgelassen. Naja, zur Wartung muss sie demnächst trotzdem mit ihr.

Die Kapuze fällt diesmal ohne das Steppfutter auch nicht mehr so starr und es sieht schon sehr süß zwergenmäßig aus, wenn Johanna sie aufsetzt.


Ja, was soll ich noch sagen außer, dass sowohl Johanna als auch ich große Rundpassemäntelchen-Fans sind und dass es im Frühjahr noch eine Sweatversion geben wird.

Bei uns ist heute "endlich" der Winter angekommen. Der Schnee bleibt liegen und es ist zur Abwechslung sogar mal richtig kalt. Zu kalt für das Mäntelchen im Moment, aber der echte Frühling kommt sowieso bald...hoffentlich. Die gefütterte Softshellversion könnte gerade vielleicht noch warm genug sein. Das werden wir am Wochenende noch testen.



Und damit wünsche ich euch noch ein wunderschönes Schneewochenende mit kalten Nasen und warmen Füßen...bei uns war es heute Früh beim Schlittenfahren zumindest so.

Stoff: Fleecestoff von Stoffe-Hemmers, Flanell aus einem Restepaket




Mittwoch, 13. Januar 2016

Von Träumen und Kleidern


Auf meiner To Sew Liste stehen schon seit einer Weile neue Kleidchen für die kleine Schnecke. Sie wächst mir gerade mal wieder zu schnell davon und auf einmal ist alles irgendwie zu kurz.
Johanna ist zwar durch und durch Mädchen, aber bei der Kleidung müssen es nicht immer nur Kleidchen sein. Im Gegenteil...sie zieht auch sehr gerne Leggings an. Darin spielt es sich einfach am besten.
Aber zwischendurch mal so ein richtiges Märchenkleid, das geht immer. Heute zeige ich euch das erste von drei neuen Kleidern für mein Mädel.

Es ist das neue Dress-a-Dream Kleidchen von nEmadA.


Also, wenn das kein Mädchenkleid ist, dann weiß ich auch nicht. Auch wenn es sehr aufwändig aussieht, so war es trotzdem recht schnell genäht, finde ich. Für die Stoffauswahl habe ich länger gebraucht. Zuerst hatte ich nämlich andere Farben bzw. Stoffe rausgesucht und mich dann kurz vor dem Zuschnitt doch noch mal umentschieden.

 
Bei der Größe habe ich auch etwas hin und her überlegt. Es gibt die Doppelgrößen 110/116 und 122/128 im Ebook. Für Johanna ist 110 definitiv zu klein und 128 definitiv zu groß. So, und jetzt? Ich habe den Schnitt in 122/128 ausgedruckt und ohne Nahtzugabe zugeschnitten. Es passt wunderbar und etwas Platz zum Reinwachsen ist auch noch. Einzig die Ärmel sind ein gutes Stück zu lang, aber die lassen sich ja leicht umkrempeln.


Die Raffung des Oberrocks ist ja schon schwer niedlich. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob es vielleicht doch ein bisschen "zu viel" vornedran ist, aber jetzt, da ich es an meinem Modell gesehen habe, gefällt es mir sehr gut.


Super finde ich auch, dass man das Kleid nicht zwangsweise raffen muss. Es sieht auch so süß aus (und Papa gefällt es in dieser Version sogar besser)!


Durch die Unterteilungen sind der Kreativität und der Farbkombination wirklich keine Grenzen gesetzt. Trotzdem habe ich mich für eine ruhigere Variante entschieden. Blau, weiß und rot - das reicht. Und zu viele Muster wollte ich auch nicht durcheinander nähen.


Aber so ein bisschen Spitze musste schon noch mit dran. Das war das erste Mal, dass ich mit elastischem Spitzenband gearbeitet habe und ich bin ziemlich begeistert. Schnell, einfach und nicht zu viel, aber es macht was her. Das wird in Zukunft mit Sicherheit öfter zum Einsatz kommen.


Auch süß finde ich die Idee den Farbakzent um die Ärmel noch mal zu setzen. Das ist kein Muss, aber es wird in der Anleitung beschrieben und ich fand es toll. Bisher habe ich das so noch nirgends gesehen - oder einfach nicht genau genug hingeschaut - aber auch das ist ein Detail, das mir unheimlich gut gefällt.


Zum Schnüren habe ich eine Gummikordel verwendet und keinen Jerseystreifen wie in den meisten Beispielen. Funktioniert auch.


Auf der Rückseite habe ich wie im Ebook beschrieben eine Kellerfalte gelegt. Die Alternative wäre gewesen, das Kleid zu raffen. Ich fand es aber so schöner.

Es ist wirklich ein perfektes Winterkleidchen. Bei den Fotos hatten wir mal wieder etwas wärmere Temperaturen und mit dicker Strumpfhose (und Mütze) war es auch absolut ok. Momentan meckert Johanna eher, dass es ihr mit den beiden Rocklagen in der Wohnung zu warm ist...ausziehen will sie es aber trotzdem nicht.


Ursprünglich hatte ich noch ein Schleifchen vorbereitet, es aber dann doch nicht angenäht. Was meint ihr? Soll ich es noch dranmachen?

Sehr praktisch ist übrigens, dass bei nEmadA gerade noch der Nähwettbewerb für dieses Kleid läuft. Da mache ich doch gleich mal mit. Bis zum 14.1. um 20 Uhr habt ihr noch Zeit eure Dress-a-Dreams zu verlinken. Ich bin gespannt, denn es sind schon ein paar sehr hübsche Kleider dabei.



Verlinkt bei: After Work Sewing, nEmadA Nähwettbewerb, Kiddikram, Meitlisache,
Schnitt: Dress-a-Dream von nEmadA
Stoff: roter und gestreifter Jersey aus dem Stoffladen und Sternchenjersey vom Stoffmarkt