Freitag, 26. Februar 2016

Die Geburtstagszugtradition


Als Johannas erster Geburtstag bevorstand, stellte sich uns die Frage nach einem Geburtstagszug oder einer Geburtstagskerze. Obwohl es wirklich unendlich viele Varianten im Netz zu finden und zu kaufen gibt, hat uns keine davon überzeugt. Also mussten wir selbst Hand anlegen.

Es war recht schnell klar, dass es doch ein Zug werden soll und keine Kerze - die ist ja irgendwann weggebrannt...der Zug bleibt.

Es gab ein paar Kriterien für den Zug, die wir unbedingt erfüllen wollten:
1.) Der Zug braucht eine "echte" Lok
2.) Auf jedem Waggon muss eine Zahl stehen. (ich finde es schade, dass bei allen Versionen, die es zu kaufen gibt, nur die jeweilige Geburtstagszahl aufgesetzt werden kann)
3.) Auf jedem Waggon muss noch eine kleine Kerze Platz haben.


Inzwischen haben wir schon eine ganz schöne Länge erreicht. Wenn Johanna 18 wird, müssen wir den Zug wohl auf einen extra Tisch auslagern.


Das Sägen hat Moritz übernommen. Für das Bemalen bin dann immer ich zuständig.

Die Lok ist wirklich einfach selbst zu machen. Es wird aus ca. 1,5 - 2cm dickem Leimholz eine Lok ausgeschnitten. Abschmirgeln - Bemalen - Fertig.
Der Kamin ist eine schwarz lackierte Spielfigur (die es in verschiedenen Größen in Bastelläden zu kaufen gibt). Für die Räder hat Moritz einfach einen Rundholzstab (Durchmesser 2cm) in ca. 0,5cm dicke Scheiben geschnitten. Auch die Räder werden natürlich angemalt.
Geklebt ist alles mit Leim, wobei das bei den Rädern gar nicht so ohne war, dass alle gleich hoch sind.


Die Zahlen habe ich ebenfalls auf Leimholz (ca. 0,5cm dick) aufgezeichnet und Moritz hat sie ausgeschnitten.
Die Waggons sind mit kleinen Ösen und Haken (gibt es in jedem Baumarkt) miteinander verbunden.


Im ersten Jahr wollte ich einfach einen hübschen Waggon, der einigermaßen zur Lok passt und auch noch genug kreative Möglichkeiten für die weiteren Zugteile lässt.


Ab dem zweiten Jahr habe ich aber angefangen etwas zu malen, das Johanna in dem Jahr besonders gerne hatte bzw. was uns Freude gemacht hat. An ihrem zweiten Geburtstag liebte sie zum Beispiel die Tigerente.


Während Johannas drittem Lebensjahr haben wir unseren ersten Familienurlaub gemacht. Nach Irland. Klar, was auf diesen Zug gemalt werden musste. Die Bemalung des Unterteils passt zu ihrer Kinderzimmereinrichtug.


Und jetzt zu ihrem vierten Geburtstag wollte ich mal was Anderes machen. Irgendwas mit Glitzer. Da kam mir die Eiskönigin gerade recht...die wird ja sowieso geliebt.


Um die Zahlen richtig zu fixieren, haben wir kleine Löcher auf die Unterseite der Zahl und oben in den Waggon gebohrt. Zahnstocher funktionieren als Dübel wunderbar. Dann wird alles verleimt und ist fertig. Bis jetzt hält alles bombenfest.


Die Kerzen können bei Bedarf natürlich auch ausgetauscht bzw. erneuert werden. Dafür haben wir einfache Kuchenkerzen verwendet.

Johanna mag ihren Geburtstagszug und freut sich inzwischen sogar schon darauf. Und ich liebe es, jedes Jahr einen neuen Waggon zu bemalen und freue mich ebenfalls sehr darauf.

So sieht es dann in Aktion aus. Für mehr als einen Schnappschuss war leider einfach nicht genug Zeit.


Falls es jemanden interessiert, stelle ich euch auch gerne die Vorlagen für den Zug und die Zahlen hier zur Verfügung.

Nur noch einmal schlafen, dann ist Kindergeburtstaaaaaaag. Das wird das Matra des heutigen Tages. Johanna freut sich - ich freu mich mit.

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Mittwoch, 24. Februar 2016

Von Krümeln und Monstern


...und plötzlich ging es dann doch wieder so schnell...das mit dem Geburtstag.

Diesmal hat er sich zumindest nicht so hinterfotzig von hinten angeschlichen. Nein, wirklich nicht. Er hat sich schon länger mit Pauken und Trompeten angekündigt.
Besser gesagt, er wurde angekündigt.
Von Johanna.
Jeden Morgen.
Jeden Mittag.
Jeden Abend.
Ständig.

Es freut mich aber sehr, dass sie sich so darauf freut. Ich selbst liebe ja auch Geburtstage bzw. Geburtstagsvorbereitungen und daher möchte ich es auch für sie zu einem ganz besonderen Tag machen.

Einen kleinen Einblick möchte ich euch heute schon geben. Auf die Schnelle, weil wir gleich weiter müssen. Im Kindergarten wird heute natürlich auch gefeiert. Dafür muss ein Kuchen her. Auf meine Frage, ob sie vielleicht lieber Brezen und Fleischpflanzerl (oder ähnliches) mitnehmen möchte, kam ein entrüstetes "NEIN. Zum Geburtstag bringt man IMMER Kuchen mit".


Was für ein Glück, dass Mama gerne in der Küche steht.
Ja, bei uns sind die Rollen noch klar verteilt! (Hmmm...muss das als Ironie gekennzeichnet werden?!)


Passend zu den Monster-Einladungskarten von hier, gibt es jetzt auch Krümelmonster-Muffins. Die haben echt Spaß gemacht.


Und so geht's:
Im Prinzip ist es ein ganz normaler Marmorkuchenteig. Ich würde aber sagen, dass sich jeder Rührkuchenteig dafür eignet.
Die Muffins werden fertig gebacken und nach dem Auskühlen vorne etwas eingeschnitten. Dann ein Keks in den "Mund" gesteckt. (Auch, wenn es sich so anfühlt - da geht nichts kaputt.)
Die blaue Creme besteht aus 250g Puderzucker, der mit 70g Frischkäse und einem Esslöffel Sahne vermischt wird. Am Anfang macht es nicht den Eindruck, als ob es sich jemals miteinander verbinden würde, aber es geht. Zum Schluss kommt noch blaue Lebensmittelfarbe dazu.
Die Masse wird dann mit einem Spritzsatz/ einer Spritztülle auf die Muffins gespritzt.
Augen aus Marzipan drauf, mit einem kleinen Schokoklecks aus Schokolade.
Fertig!


Und weil vielleicht nicht jeder Monster essen mag, gab es noch eine "Tussi-Alternative".
Rote Zuckerglasur mit goldenen Perlen. Also das Monster-Antiprogramm sozusagen.


In beiden Fällen werden sich die Erzieherinnen morgen sicherlich über eine schöne Bazelei freuen. Aber ich hoffe, sie verzeihen es mir dieses eine Mal im Jahr.
Vom Zuckerschock bei den Kindern mal ganz abgesehen...


Und wer sich damit immer noch nicht so ganz wohl fühlt, für den hat es ein paar Mini-Gugelhüpfer mit Schokoglasur.



Für daheim gibt es Johannas Wunschkuchen. Die Marienkäfertorte - eine gestartete Tradition seit ihrem ersten Geburtstag.


Eine Schwarzwälder Kirschtorte im Marienkäfermantel. Sieht zuerst aufwändig aus, ist es aber eigentlich gar nicht.


Insgesamt hat mich das alles aber heute doch einen guten Teil des Tages gekostet. Aber genau so muss das noch sein. Sie kommt schnell genug in das Alter, wo man so nicht mehr feiert. Wenn es mir keinen Spaß machen würde, dann würde ich es ja auch nicht machen.
Inzwischen stehen alle Backwerke sauber verpackt (die Katze frisst zur Zeit alles was nicht gesichert ist, wenn man nur eine Sekunde nicht hinschaut) und warten darauf, in den Kindergarten mitgenommen zu werden. Hoffentlich überleben sie auch den Transport. Eine Muffin-Transportbox - das wär' noch was. Kann man das nähen?


Unfassbar!!! Johanna ist vier. VIER!!! Aber gestern war sie doch gerade noch soooo klein. Das denken sich wahrscheinlich alle Eltern. Bei jedem Geburtstag. Ich auch.
Weitere Emotionen erspare ich euch jetzt mal lieber.

Nur eins noch. Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag meine liebste kleine Schnecke. (Irgendwann wirst du das hier vielleicht auch mal lesen - wenn es das altmodische Internet dann noch gibt)! Ich freu mich unheimlich auf ein neues, tolles Jahr mit dir!

Und heute Nachmittag wird dann so richtig Geburtstag gefeiert - mit der Familie. Der Kindergeburtstag folgt dann am Wochenende. Ich werde berichten...

Verlinkt bei: Mittwochs mag ich Geburtstag feiern...nein, ich liebe es! der Feier-Linkparty und Kiddikram

Dienstag, 23. Februar 2016

Drei Engel für Charlie

Heute zeige ich euch die letzten Bilder des Büroshootings. Diesmal allerdings nicht von mir, sondern von meinen Kolleginnen.
Es ist ja immer ein riesen Kompliment, wenn anderen die eigenen genähten Sachen gefallen. Noch viel genialer ist es dann noch, wenn sie die Teile sogar selbst tragen wollen.
So war es mit meinem Wasserfallpulli aus Strickstoff. Ich trage den Pulli nach wie vor sehr gerne, auch in der Arbeit. Ein paar meiner Kolleginnen hat er so gut gefallen, dass sie auch genau so einen haben wollten.


Natürlich mussten sie dann auch noch für Bilder posieren.
Ich habe mich sehr darauf gefreut, wieder Erwachsenenfotos zu machen. Die Kinderbilder mit den Hummeln im Hintern enden immer in einer schweißtreibenden Angelegenheit.
Schweißtreibend war das hier zwar nicht, aber 3 Personen gleichzeitig gut in Szene zu setzen fand ich gar nicht so einfach. Sind die Augen offen? Sind alle scharf (also fokussiert...)? Ist irgendwo was abgeschnitten? Wie ist das Licht? Und warum schaut die Sabine schon wieder so streng?



Spaß hat's aber trotzdem gemacht - auch wenn ich nicht alle Bilder zeigen "darf".
Und sie sehen ja auch wirklich klasse aus!

Inzwischen habe ich schon ein paar Mal "meinen" Pulli im Büro rumlaufen sehen - das ist echt total cool! Es sind insgesamt fünf Stück geworden. Die Farben haben die Mädels selbst ausgesucht und da ein richtig gutes Händchen bewiesen. Es steht ihnen wirklich sehr gut, finde ich!


Am Schnitt selbst habe ich nicht viel ändern müssen. Hier mal ne Taille enger, da mal die Ärmel länger und vielleicht noch ein bisschen länger über den Po. Ansonsten passt der Schnitt aber wirklich gut in allen Größen. Ich kann mich auf jeden Fall nicht entscheiden welches Pullimodell mir am besten gefällt.



Vielen Dank meine Lieben, für eure Geduld beim Shooting! Und dass ihr so schön und brav posiert habt. Ihr seht richtig toll aus!


Verlinkt bei: HoT und Creadienstag
Schnitt: Wasserfallshirt Scarlett von pattydoo
Stoff: Strickstoff Liese (gekauft bei DaWanda) in Jeansblau, Türkis und Pink

Freitag, 19. Februar 2016

Monster Einladungskarten mit Plotterfreebie


Nächste Woche hat Johanna Geburtstag. Sie ist nicht die Einzige, die sich sehr darauf freut. Ich freu mich mit ihr und bin schon total gespannt. Auch schwirren mir ständig neue Ideen durch den Kopf und ich bin fleißig am Vorbereiten.

Dieses Jahr wollen wir auch zum ersten Mal einen richtigen Kindergeburtstag feiern. Da dürfen auch richtige Einladungskarten nicht fehlen. Ich wollte sie unbedingt selbst basteln und keine Karten kaufen, oder einfach einen Text ausdrucken.
Fündig geworden bin ich über die Google Bildersuche bei RoteRatte. Neben wunderschönen genähten Sachen zeigt sie auch tolle Anleitungen auf ihrer Seite. Darunter Anleitungen zum Basteln oder Upcycling und sogar Rezepte.

Die Anleitung für die Monsterkarten ist echt super.



Sarah stellt auf ihrer Seite eine gemalte Vorlage zum Download zur Verfügung. Anstatt mir aber die Vorlage auszudrucken und alles per Hand auszuschneiden, habe ich daraus eine Plotterdatei gemacht und den Plotter die Arbeit erledigen lassen. Er kann das sehr viel schneller und genauer als ich, besonders wenn es mehrere Exemplare werden sollen.




Mit dem Ergebnis bin ich wirklich sehr zufrieden. Die Präzision, mit der der Plotter arbeitet ist super. Ich bin inzwischen ein echter Fan von diesem Teil.

Super ist auch, dass ich euch, nach Rücksprache mit Sarah von der RotenRatte, die Plotterdatei zur Verfügung stellen darf. Für den Monsterkörper habe ich wirklich dickes Tonpapier genommen. Hier solltet ihr auf jeden Fall die Option "Doppelschnitt", bei einer Klingeneinstellung von 3-4 (nicht mehr. Schont das Messer!), auswählen.
Das hat mich echt ein paar Nerven gekostet, bis ich alles richtig herausgefunden habe. Mit Papier habe ich mit dem Plotter noch nicht so oft gearbeitet.



Auch der Mund, die Zähne, die Augen und sogar die Pupillen sind mit dem Plotter geschnitten. Das ging ratzfatz und hat richtig Spaß gemacht beim Zuschauen.
Zusätzlich habe ich noch eine "4" geplottet und vorne aufgeklebt.



Alles Wichtige steht dann im Monstermund, wobei ich hier nur einen kurzen Einladungstext mit dem Datum geschrieben habe. Einen kleinen Zettel für die Eltern, mit ein paar zusätzlichen Daten, habe ich mit einer Büroklammer auf der Rückseite befestigt.



Die Einladungen sind inzwischen verteilt, Johanna ist begeistert und ich bin wirklich froh, diese tolle Anleitung gefunden zu haben. 
Eigentlich müsste ich jetzt noch die Monsterdosen für's Dosenwerfen basteln...die passen so gut dazu. Na, mal sehen...





In den nächsten Tagen werde ich euch noch ein paar weitere kleine Einblicke in meine Geburtstagsvorbereitung geben. Ich hoffe das klappt auch alles so wie geplant. Ich freu mich drauf!


Verlinkt bei: Freutag, Plotterliebe und Kiddikram
Bastelanleitung: Monsterkarten von RoteRatte
Plotterdatei: Umgewandelte Plotterdatei hier auf meiner Seite
Material: Sehr dickes Tonpapier oder Fotokarton für den Körper und die Zahl. Normales Tonpapier für den Rest.

Dienstag, 16. Februar 2016

Mein Sterntaler-Mädchen...äh, Märchen


Also bei uns zu Hause werden Märchen geliebt!
Ob es jetzt das Dornröschen, Schneewittchen oder die Bremer Stadtmusikanten sind...völlig egal...Hauptsache es gibt ein gutes Ende.
Natürlich haben wir auch mehrere Märchenbücher (noch von Mama früher) und daraus wird auch fleißig vorgelesen. Die Stimmen müssen übrigens immer gleich gemacht werden. Wenn die böse Hexe nämlich einmal so eine krächzige Stimme hatte, muss das beim nächsten Mal ganz genau so wieder sein.

Jedenfalls ist das "Sterntaler" Märchen eine schöne Geschichte für Zwischendurch, weil es zur Abwechslung mal recht kurz und schnell vorgelesen ist. Als ich dann vor längerer Zeit den Sterntaler Stoff von Lillestoff sah, wusste ich, dass der hier zu uns gehört. Ich habe es sogar geschafft einen halben Meter davon zu ergattern...ja und seitdem liegt er bei uns im Keller, weil ich ihn nicht "einfach so" anschneiden wollte.

Ich könnt mich für sowas echt in den Hintern beißen. Da muss ich mich noch drastisch ändern und das ist auch gleich ein neuer Vorsatz!
Mein neues Mantra: SCHNEID' DEN STOFF AN! STREICHELN KANNST DU AUCH DIE KATZE!

Bevor es also zu spät ist und der Stoff Johanna irgendwann nicht mehr gefällt, gab es ein Kapuzenshirt vom Sterntalermädchen für's Goldstückchen...ok, das war jetzt kitschig, geb ich zu.


Das Shirt ist abgewandelte Form des Kapuzenkleidchens von Schnabelina. Das Oberteil muss einfach nur verlängert werden. Aus den Ärmeln wollte ich Puffärmelchen machen...allerdings fehlt da noch sehr viel "Puff". Das muss ich beim nächsten Mal üppiger machen.


Kombiniert habe ich mit einem Punktejersey, der leider nach der zweiten Wäsch schon total verwaschen ist. Manchmal rutsch schon wirklich miese Quatität mit rein.



Bei uns war es die letzten Tage einfach zu kalt um nur im Shirt Fotos zu machen, daher gibt es ausnahmsweise mal Bilder aus der Spielecke.


Zum Shirt gab es noch eine neue LittleLegLove Leggings von nEmadA. Der Ringelstoff ist ein Bio-Jersey aus einem tollen Stoffladen in der Nähe von Darmstadt. Zum Glück habe ich dafür noch genug für eine zweite Leggings, weil der echt super, mega, ganz toll bequem ist. (Und auch nach der inzwischen 10. Wäsche noch super aussieht!)


Sie dehnt sich auch perfekt über Johannas Quadratlatschen der Größe 31 und macht das Anziehen zum Kinderspiel. Vielleicht kennt die ein oder andere Mami das Problem von Leggings und sehr großen Füßen.



Johanna findet die Kombi toll und ich natürlich sowieso. Am liebsten würde ich mir selbst was aus dem Sterntalerstoff nähen...aber so mutig bin ich dann doch nicht. Vielleicht fällt aber was vom Ringeljersey für mich ab, mal sehen.


Mit diesem Lächeln wünsche ich euch einen tollen Dienstag und
verlinke bei: Creadienstag, HoT, Meitlisache, Kiddikram, Schnabelina und "Kostenlose Schnittmuster" vom Nähfrosch
Schnitt Shirt: nach abgewandeltem Kapuzenkleidchen von Schnabelina
Schnitt Hose: LittleLegLove Leggings von nEmadA
Stoff: Sterntaler von Lillestoff (ausverkauft), Punkte- und Streifenjersey aus dem Stoffladen.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Schwarz geht immer


Dass ich ein großer Fan von Wasserfallausschnitten bin wisst ihr ja inzwischen schon.

Eigentlich war dieses Teil hier als Probeteil für mein Weihnachtskleid gedacht. Inzwischen ist es aber zu einem Oberteil geworden, das ich wirklich gerne trage. Sogar jetzt im Winter ohne Ärmel...dann eben mit Jacke drüber.


Als Kleid ist es etwas zu kurz. Da hat der Stoff nicht ganz gereicht. Für ein Longshirt aber gerade richtig, obwohl das normalerweise gar nicht so mein Stil ist.


Bei diesem Burda Schnitt ist der Wasserfallausschnitt nicht nur nach innen geklappt, sondern tatsächlich auch dopellagig vernäht. Da verrutscht nichts und es stülpt sich auch nichts unschön nach außen, wenn man nicht aufpasst.


Die Armlöcher hätte ich ein bisschen kleiner bzw. enger machen können. Ursprünglich ist das Kleid ja für Ärmel ausgelegt. Aber auch dafür war zu wenig Stoff da. Wie gesagt - Probeteil.
also habe ich mal wieder die Armausschnitte verstürzt und jetzt ist es eben ärmellos. Passt auch.


Es ist halt ein Basicteil, das ich immer mal anziehen kann. Schwarz passt ja sowieso. Ich denke, ich werde noch ein paar solcher Longshirts nähen. Eigentlich hasse ich es ja auch immer, wenn das Oberteil so weit hochrutscht mit der Zeit oder beim Hinknien. Da ist es so natürlich praktischer.


Das war das vorletzte Teil aus meinem "Büroshooting". Einen Pulli habe ich noch, den zeige ich euch dann demnächst. Ja, und wie könnte es anders sein, oder?! Mal wieder ein Wasserfallausschnit...diesmal aber mit Ärmeln.


Verlinkt bei: RUMS
Schnitt: Burda Wasserfallkleid NR. 111-102014-DL (Als Longshirt ohne Ärmel)
Stoff: ewig gelagerter, schwarzer Jerseyrest aus dem Keller

Dienstag, 9. Februar 2016

JoFroKro - ein Krokodil geht in den Zirkus

Am vergangenen Donnerstag war im Kindergarten Fasching. Jede Faschingsfeier steht dort unter einem Motto und diesmal war es "der Zirkus". Ich hab's aber total verpennt und hatte aus irgendeinem Grund "den Zoo" im Kopf.
Ich also zu Johanna: "Als was möchtest du zum Fasching gehen? Such dir irgendein Tier aus!"
Johanna: "Als Krokodil"
Ich (schon im Kopf die Ideen drehend, wie ich aus der Sache wieder raus komme): "Ja, aber es gibt da doch sooo viele tolle Tiere (die man besser nähen kann). Wie wäre es denn mit einem Löwen?"
Johanna: "Nein! Ein Krokodil!!"
Ich: "Ein Zebra wäre doch auch toll. Oder ein Hase? Vielleicht auch ein Schaf?" (Irgendwas, das kein Gesicht braucht? Wo man nur Ohren annähen muss?)
Johanna: "K R O K O D I I I L!!!!"
Ich: "Ok, ich such was raus..."

Und hier noch eine kleiner Ausschnitt aus unserer Unterhaltung am Morgen des Faschingstags.
Johanna: "Ist heute Fasching?"
Ich: "Ja. Hier ist dein Kostüm!"
Johanna: "Ist das das Krokodil?"
Ich: Ja. Das hast du ja gestern schon anprobiert und heute darfst du es in den Kindergarten anziehen."
Johanna: "Aber ich wollte doch unbedingt eine Seiltänzerin sein!!!!"

MACHEN EURE DAS AUCH????



Also mal abgesehen davon, dass es wahrscheinlich (zum Glück) nur sehr, sehr wenige Zirkusveranstaltungen gibt in denen Krokodile auftreten, bin ich insgesamt schon ganz zufrieden mit dem Kostüm.




Bis zum Annähen der Kapuze war ich sogar außerordentlich zufrieden damit. Es hat alles wirklich gut gepasst. Zuerst habe ich ein super Krokodilfellimitat gefunden. Danach war ich schon extrem motiviert, weil er in Echt sogar noch toller aussah, als auf dem Vorschaubildchen im Internet.


Das Schnittmuster hatte ich lange im Kopf. Ich wollte den Jumpsuitschnitt von Schnabelina verwenden. Der Schnitt geht leider nur bis Größe 116 und er ist für dehnbare Stoffe ausgelegt. Johanna hat Größe 115 erreicht und der Krokostoff ist nicht dehnbar.
Also habe ich ein Probeteil genäht um zu sehen, ob das Kostüm mit meinen Änderungen auch sitzt.


Und es sitzt! Also das Kostüm...und das Kind. Trotz Schwanz. Den Schwanz habe ich mir noch dazu gezeichnet und er hat (erstaunlicher Weise) auch auf Anhieb gepasst. Zacken mussten natürlich auch noch drauf, obwohl ich mir nicht sicher war, ob es dann zu "drachenmäßig" wird. Es geht aber gerade noch, finde ich.


Johanna liebt es sehr, den Schwanz herumzuschleudern und jedem damit gegen die Beine zu "hauen".

Eine Voraussetzung für das Fotoshooting war übrigens, dass Konfetti geschmissen werden muss.
Eine ganz, ganz tolle Idee - das wusste ich vorher schon. Aber wir haben ja einen guten Staubsauger.


Das war's aber wert.
Ein andersfarbiger Bauch musste natürlich auch sein. Der hat mich ein paar Nerven gekostet. Ich hätte es natürlich einfacher haben können, wenn ich nur am Oberteil den Bauch ausgeschnitten hätte. Aber nein, das war so nicht geplant - in meinem Kopf. So musste ich halt stückeln.
Im Nachhinein hätte ich nicht mal den Bund gebraucht. Der Jumpsuit ist nur einlagig und einen Gummi habe ich am Ende auch nicht verwendet. Es wäre also ausreichend gewesen, wenn ich einfach das Oberteil verlängert hätte. Immerhin habe ich jetzt noch die Möglichkeit einen Gummi einzunähen, falls es mal nötig sein sollte - warum auch immer.


Ich habe das Kostüm absichtlich sehr leger geschnitten. Es soll ja bequem sitzen und beim Herumtoben nicht "einschnüren". Außerdem könnte sie noch etwas drunter tragen und das Kostüm wäre damit sogar einigermaßen "outdoortauglich".
Damit Johanna sich nicht immer auf die Hosenbeine tritt, habe ich dort einen Gummi eingezogen. Durch die Bündchen sitzen die Ärmel auch gut. Alle Nähte (besonders die im Schritt) sind übrigens noch mal von rechts abgesteppt, damit auch ja nichts reißt. Das war zwar einiges an Zusatzarbeit, aber ich wollte kein Risiko eingehen beim Spielen.
Vielleicht habe ich ja Glück und es passt sogar im nächsten Jahr noch. Ach nein, da geht sie ja als Seiltänzerin (dann wahrscheinlich zum Motto "Zoo").

Ich seh' schon, das wird heute länger. Kommen wir also mal zur Kapuze.


Von hinten ist alles noch soweit ok denke ich. Naja, aber von vorne ist es halt eher ein Froschgesicht. (Ja, natürlich meine ich das Kostüm!). Deswegen auch JoFroKro: Johannas FroschKrokodil.


Hätte ich es vorher schon sehen können? Ja, absolut!
Warum habe ich es danach nicht mehr geändert? Weil es dafür einfach schon zu spät war, weil Johanna das Kostüm auch so toll findet und weil sie die Kapuze sowieso nicht ständig aufzieht.

Halt die Klappe, Perfektionistenkopf!!!


Ganz am Anfang wollte ich ja eigentlich eine richtige Schnauze nähen. Ich habe es versucht! Aber dafür war ich einfach zu doof. Eine Anleitung/Schnittmuster/Hilfe dazu habe ich auch nirgendwo gefunden. So blieb dann eigentlich nur noch die Variante mit den Zähnen an der Kapuze...und immerhin ein paar Augen - in diesem Fall halt Stielaugen.

Immerhin kann Johanna echt gruselig brüllen. Brüllen Krokodile eigentlich?


Es ist ein Kostüm. Man erkennt das Krokodil. Johanna gefällt es bzw. hat es gefallen. Und für mich als Faschingsmuffel (ich gebe es zu) sehr erträglich. Ja, ich bin glücklich.
Und nach wie vor bin ich begeistert von dem Stoff! Ich habe sogar noch was übrig...da geht auf jeden Fall noch ein Stoffkrokodil raus...oder ne Handtasche... Jetzt brauche ich nur noch einen Schnitt dafür...




Schnitt: Schnabelina Jumpsuit (mit eigenen Änderungen und Ergänzungen)
Stoff: Fellimitat Krokodil von butinette und olivgrüner Fleecestoff aus dem Keller