Freitag, 25. März 2016

Liebes Tagebuch - oder Nähcamp 2016


Was für ein cooles Wochenende in Berlin im Nähcamp!!!


Dass ich einen Platz im super schnell ausgebuchten Nähcamp von Elke Puls bekommen hatte, wusste ich schon seit Ende letzten Jahres. Ich wusste allerdings überhaupt nicht, was mich erwartet...klar...ich war ja auch vorher noch nie da.

Hier ist also mein Erfahrungsbericht:

FREITAG:
Am Freitagabend geht es erst mal mit dem Flieger nach Berlin, wo ich schon von Christine von Lecker&Nähen erwartet werde. Nein, an dem Abend nähen wir nichts mehr. Stattdessen hüpfen wir ganz brav ins Bett...Schönheitsschlaf und so...


SAMSTAG:
Endlich - das Bootcamp startet. Die Nähmaschinen werden aufgebaut und langsam aber sicher kommt Bewegung in den Konferenzraum. 60 nähverrückte Mädels. Das kann ja was werden.
Aber erst mal ne Tasse Tee mit Christine trinken und zum Frühstück gehen.



Der Raum haut mich am Anfang etwas um. 60 Tische mit mindestens einer Nähmaschine, diverse Bügelbretter bzw. Bügeleisen und ein großer Zuschneidetisch.




Überall liegt Stoff. Überall rattert und schnattert es. Es dampft (das Bügeleisen), es raucht (der Kopf) und die Stimmung ist super!
Ich mache bei einem Kurs "wie nehme ich richtig Maß" mit. Will ich das überhaupt? So schwarz auf weiß die Zahlen sehen? Aber es hilft ja nichts, ich möchte trotzdem endlich mal wissen wie es richtig geht.

CHECK: Ich habe was gelernt!

Gleich mal ein paar nette neue Leute kennenlernen. Bloggen die eigentlich alle? Und natürlich habe ich vergessen davon auch Fotos zu machen. Hauptsache den leeren Frühstücksteller habe ich fotografiert - ich Depp.


Beim nächsten Mal dann.

CHECK: Ich treffe nette neue Leute!

Und was sie alles genäht haben. Meine Tischnachbarin, Katharina von "der Rabe im Schlamm" hat ein Kleidungsstück nach dem anderen rausgehauen. Wahnsinn!

Und dann bin da noch ich. Ich sitze da und werkel fast die komplette Zeit an einer Tasche. Ja genau, an EINER! Aber es ist ne große!


Zwar hatte ich daheim schon alles zugeschnitten, aber wie es halt mit den Taschen so ist...das zieht sich eeeeewig! Eine Kameratasche sollte es werden. Eine richtig große, wo alles reinpasst, die gut gepolstert ist und nicht zu klobig. Soviel sei schon mal verraten. Sie ist fertig geworden und ich bin schon ein bisschen stolz. Ja, sie gefällt mir. Aber sie bekommt noch ihren eigenen Post.

Mittagessen gibt es im Hotel. Und da können wir uns wirklich nicht beschweren. Jede wird satt und die Auswahl ist gut.





Aber wir sind ja wegen dem Nähen da, also geht es zügig nach der Mittagspause weiter. So lange am Stück habe ich bisher nur selten genäht. Einen ganzen Tag auf jeden Fall noch nie. Ein cooles Gefühl, aber danach raucht der Kopf. Und eine kleine Halsstarre stellt sich auch ein.
Es gibt nen Tennisarm, ein Fußballknie und einen Nähnacken. Ist Nähen als Sport?
Aber ich schweife ab.

CHECK: Ich nähe viel!

Eine Übersicht über die verschiedenen Nähprojekte der Teilnehmerinnen gibt es auch. Elke hatte die gute Idee, dass jeder einen Zettel mit seinem Projekt ausfüllt und an eine Pinnwand pappt. Viele haben dann gleich noch ihre Stoffauswahl dazugeklebt.


Man oh man, wie kreativ die alle sind. Und man näht auch nicht nur ein Projekt...nein! Produktivität wird groß geschrieben. Der Spaß kommt aber trotzdem nicht zu kurz.

Am ersten Abend ist meine Tasche zwar noch nicht fertig, aber ich bin es.
Ich bin froh, als wir in die nahegelegene Pizzeria zum Essen gehen. Immerhin 40 Mädels sind dabei und wir überrennen das Lokal.
Hübsch ist es da. Aber der Kellner (ja DER Kellner) ist ein bisschen gestresst, als er uns sieht. Nachdem er sich Unterstützung geholt hat gibt es Antipasti, Salat und Pizza für alle.



Und schon wieder ist es so spät geworden. Der gestresste Kellner ist schuld.
Dabei wollte ich doch heute noch so viel machen. Schnittmuster anschauen zum Beispiel. Elke hat eine "Schnittmusterbibliothek" aus gesponsorten Schnitten organisiert. Da sind echt coole Sachen dabei. Und Stoffe wollte ich auch noch streicheln!
Genäht habe ich allerdings an diesem Abend auch nichts mehr.

CHECK: Ich hatte einen erfolgreichen ersten Nähtag!


SONNTAG:
Warum der Wecker auch am Wochenende um 7:00 Uhr klingelt? Keine Ahnung! Aber wir sind halt einfach alle ein bisschen verrückt. Nähwütig eben.
Aber am Sonntag ist Endspurt. Die Tasche muss fertig werden und falls ich es noch schaffe, will ich noch ein paar Schnitte abzeichnen. Die anderen sind auch schon wieder fleißig. Wann die wohl alle aufgestanden sind?


Meine Tasche hat sich über Nacht auch nicht selbst fertiggestellt und langsam bin ich doch etwas im Stress. Ohne ein fertiges Nähprojekt nach Hause zu kommen wäre ja oberpeinlich.
Zwischendurch gibt es noch eine Verlosung. Da ich in meinem Leben noch NIE etwas gewonnen habe, ziehe ich relativ leidenschaftslos...einen der Hauptgewinne.


Sowas von genial. Ein Stoffpaket von nicibiene. Darin ist ein Jersey mit Motorrädern und ein Feuerwehr-Webware Kissenset. Warum ich kein Foto davon gemacht habe? Ihr erinnert euch...da war doch immerhin das Foto von dem leeren Teller...

CHECK: Ich habe etwas gewonnen!

Die anderen gesponsorten Materialien werden dann auch noch unter allen Teilnehmerinnen verlost. Unter anderem ist eine Lochzange (gesponsort vom Nähpark) dabei, die promt auch noch in meinen Besitz wandert. Aber Nieten (Haha! Wortwitz!) gibt es bei dieser Verlosung auch nicht. Für jede ist etwas dabei.


Nicht ganz auf den letzten Drücker wird sogar meine Kameratasche fertig.

CHECK: Ich kann zu Hause etwas vorweisen!

Und auf einmal ist die Zeit dann futsch. Die Maschinen werden langsam zusammengepackt und die letzten Schnitte sind abgepaust.



Die ersten Mädels machen sich auf den Heimweg und auch ich muss mich langsam mit Packen beschäftigen. Immerhin muss die Nähmaschine wieder irgendwie in den Koffer.


Geschafft! Alles ist sicher verstaut und auf diesem Bild könnt ihr sogar schon einen kleinen Blick auf mein Nähcampergebnis - die Kameratasche - werfen.

Mit Christine mache ich mich auf den Weg zum Flughafen Tegel. Es regnet in Berlin, während in Bayern gerade die Sonne bei 15°C herunterbrennt.
Und bei einem tollen Abendrot sitze ich in meinem Flieger nach Hause. 


CHECK: Ich bin fertig und glücklich!

CHECK2: Ich hatte ein geniales, lehrreiches, nähbepacktes, lustiges und schönes Wochenende im Berliner Nähcamp!  Toll war's!


Und jetzt wünsche ich euch ein paar schöne Feiertage und viel Spaß beim Eiersuchen!
FROHE OSTERN allerseits!!!

Verlinkt bei: Freutag



Dienstag, 22. März 2016

Rosa, rosa, rosa und ein Kleid


Wahnsinn, der vergangene Monat hatte einen ganz schönen Zahn drauf. Schwupp, war er vorbei...und ich hing völlig hintendran...mit allem.

Johannas Geburtstag ist auch schon wieder vier Wochen her, dabei wollte ich ja unbedingt schnell noch ihr Geburtstagskleid zeigen...also das vom Kindergeburtstag. Bevor bald schon der nächste Geburtstag ansteht, mache ich das jetzt auch.

Es ist ein Schnabelina Kapuzenkleidchen geworden. Eigentlich als Drehkleid geplant, habe ich mich dann doch für die Variante mit Kellerfalte entschieden. Johanna mag es trotzdem.


Ich habe lange überlegt, ob ich ein lang- oder kurzärmeliges Kleid nähen soll. Eigentlich wollte ich, dass Johanna das Kleid möglichst lange bzw. auch im Sommer tragen kann. Aber am Geburtstag im Februar war's ja noch kalt. Jetzt habe ich mich für einen Kompromiss entschieden. Lange Ärmel für den Moment. Und den grauen Teil kann ich im Sommer einfach abschneiden - schon haben wir ein Sommerkleid. Das Rad nicht wirklich neu erfunden, ne? Aber ich find's gut so.


So und jetzt zu meinem persönlichen Highlight. Den Stoff für das Rockteil habe ich um Weihnachten herum eigentlich für mich gekauft. Er ist mir schon auf dem Bild gleich ins Auge gesprungen und ich habe mir daraus ein Shirt eingebildet. Als er dann ankam, war ich mir doch nicht mehr so sicher, da das Muster schon ziemlich dominant und die Farbe wirklich kräftig ist.


Für Johannas Kleid ist er aber perfekt und ich bin unheimlich verliebt in diesen Stoff...und das Kleid.


Weil das Oberteil ein bisschen leer aussah, habe ich noch einen der Kreise ausgeschnitten und appliziert. Ich war mir erst nicht sicher, ob es gut halten würde. Aber es hält auch nach mehreren Wäschen noch perfekt. Kreis ausschneiden, mit Vliesofix aufkleben und 3-4 Mal mit der Nähmaschine im Kreis drumrum nähen. Fertig.
Es wellt sich nicht (auch nicht nach der Wäsche) und es geht auch nichts ab.
Zusätzlich musste noch eine Jerseyschleife und ein Knopf sein. Endlich! Meine Knopfsammlung wurde mal wieder gebraucht. Einer ist weg - bleiben nur noch 999.999 Stück übrig.


Johanna gefällt die Applikation und vor allem die Schleife auch sehr gut. Mal sehen, wie lange sie dran bleibt. Mir zieht sich in solchen Momenten immer alles zusammen. Aber es hält...noch.


Aber mit dem "ruhigen Sitzen" und "nichts tun" hat es meine Kleine nicht so. Aber welche 4-jährige macht das schon gerne?!


Da wird lieber gehüpft, getobt und sich auf dem Boden gewälzt. Tatsächlich habe ich mit einer Bestechungs-Gummischlange noch ein halbwegs passables Bild von vorne bzw. vom ganzen Kleid an ihr dran bekommen.


Hinten ist übrigens auch noch mal eine Kellerfalte. Es ist zwar kein Drehkleid, aber ein bisschen plustert es sich schon auf, wenn Johanna herumwirbelt.


Das Kleid hat mir wirklich Spaß gemacht beim Nähen. Einzig das Absteppen der Nähte hätte ich vielleicht lieber nicht machen sollen. Der Stoff wellt sich da nämlich gewaltig. (Das sieht man besonders beim dritten Bild ganz gut.)
Genau in solchen Situationen ärgere ich mich dann doch wieder etwas, dass ich keine Covermaschine oder wenigstens einen Obertransportfuß besitze. Aber beim Tragen fällt es zum Glück nicht so auf...und es wird oft und gerne getragen. Klar, ist ja auch rosa und pink.
Generell scheint es so, als ob mit dem Kindergarten die Mädchen-Rosa-Eiskönigin-Tussi-Kleidchenphase bei uns angebrochen ist. Vorher war das nicht so ausgeprägt.


Aber "Haare schön machen" mag sie nach wie vor nicht...


Verlinkt bei: Creadienstag, HoT, Meitlisache, Kiddikram, Schnabelina und "Kostenlose Schnittmuster" vom Nähfrosch
Schnitt: Schnabelina Kapuzenkleid (ohne Kapuze und mit Kellerfalte)
Stoff Rockteil: Stenzo Jersey *Medaillon* beere (leider ausverkauft)
Stoff Oberteil/Ärmel: rosa und grauer Jersey von Lillestoff

Freitag, 18. März 2016

Über den Wolken


Ok, das ist mein erster Handypost.
Heute Morgen wollte ich eigentlich schon was schreiben und dann war die Zeit wieder so knapp...wie eigentlich immer.
Und jetzt sitze ich am Flughafen und bin eine Stunde zu früh dran.
Naja, besser als zu spät!
In einer Stunde gehts los nach Berlin...ins Nähcamp.
Ich freu mich! Auf die Mädels, auf den ersten Ausflug nur für mich alleine ohne Kind, auf ein ganzes Wochenenden voller Näharbeit, Gequatsche und Spaß.
Ein bisschen aufgeregt bin ich natürlich auch.
Und ganz nach dem Motto:
"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen".
Ich werde erzählen, von diesem mega Wochenende. Mal schauen, ob ich überhaupt zum Nähen komme. Aber ich habe mir viel vorgenommen.
So...jetzt sind es immer noch 50 Minuten. Aber verlinken muss ich ja schließlich auch noch.
Beim Freutag natürlich...wo sonst?!

Donnerstag, 17. März 2016

Strickstoff ist nicht gleich Strickstoff


Gerade ist hier recht viel los. Aber ein bisschen "rumsen" wollte ich heute trotzdem. Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass es mal wieder ein Wasserfallpulli ist!?

Letztens auf dem Stoffmarkt konnte ich endlich meiner Strickstoffsucht etwas frönen.
Im Netz gibt es ja schon viel Auswahl, aber gerade in Punkto Strickware bin ich super empfindlich.

Eigentlich bin ich auch schon ziemlich glücklich mit dem Lise Strickstoff von hier und hier, nur ist der leider aus 100% Polyester. Beim An- und Ausziehen knistert es schon gerne mal und die Haare stehen dann auch zu Berge, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich wollte nun am liebsten einen Wollpullover haben, allerdings darf der dann überhaupt nicht, ganz und gar kein klitzekleines bisschen kratzig sein. Sonst ziehe ich ihn nicht an...ich kenne mich ja.

Jedenfalls gab es auf dem Winterstoffmarkt wirklich viel Auswahl an mehreren Ständen. Eine Farbe ist mir dabei sofort ins Auge gesprungen - ein wunderschönes Pink.


Das Material hat auch gepasst. Irgendwas mit 80% Wollanteil. Und Kratzprobe hat der Stoff ebenfalls bestanden und zwar an meiner Wange. Schön flauschig und kuschelig.

Daheim wurde der tolle Stoff gleich in die Maschine gesteckt. Auch das ist mir wichtig. Handwäsche mag ich nämlich ungefähr genauso gerne wie Bügeln. Also gar nicht.

Dass es mal wieder ein Wasserfallausschnitt geworden ist, darüber brauche ich jetzt glaub ich nichts mehr erzählen. Das habe ich ja in der Vergangenheit schon sehr ausführlich gemacht. Es ist halt mein Lieblingsschnitt gerade.

 

So und jetzt kommt der große Haken. Der Stoff kratzt.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten. Entweder die Kratzigkeit hat sich erst durch die erste Wäsche ergeben.
Oder - und das ist wahrscheinlicher: Mein Oberkörper ist empfindlicher als mein Gesicht. Wer hätte das gedacht?


Die Farbe finde ich immer noch toll. Den Schnitt sowieso. Und der Pulli ist warm!!! Auf nackter Haut tragen geht aber gar nicht. Es muss also mal mindestens ein kurzärmeliges Shirt drunter. Im Winter mache ich das sowieso immer. Nur im Frühling muss ich mir da noch was einfallen lassen.

Ich werde mich also zusammenreißen und den Pullover tragen. Ein kleines Reststück hätte ich sogar noch, sodass ein Partnerlookpulli für Johanna rausgehen würde. Damit brauche ich aber glaube ich gar nicht erst anfangen. Das Kratz-Gen hat sie nämlich von mir geerbt. Na, vielleicht gibt's noch ne gefütterte Mütze, oder so.


Meine große Hoffnung liegt jetzt noch auf einem zweiten Stoffmarktfund. Einem Strickstoff aus 100% Merinowolle. Man war der teuer, aber so ein schönes Blau und so ein weicher Stoff. Diesmal wirklich. Ich habe mich daheim nämlich sicherheitshalber (nackig) darin eingewickelt...und da kratzt auch nichts am Oberkörper.
Toll und jetzt traue ich mich nicht ihn anzuschneiden, weil er so teuer war und ich den perfekten Schnitt dafür finden will.

Wo kauft ihr eure Stirckstoffe? Habt ihr da einen ganz besonderen Geheimtipp?

Also ich gehe jetzt mal auf Schnittsuche und werde berichten...

Verlinkt bei: RUMS
Schnitt: Wasserfallshirt Scarlett von pattydoo
Stoff: Strickstoff vom Stoffmarkt


Freitag, 11. März 2016

Tatütata ein Plotterfreebie


Sie ist da! Die Feuerwehr! Auf einem neuen Sitzkissen.
Diesmal ist es allerdings nicht für Johanna, sondern für mein Patenkind Fabian.

Fabian ist gerade sehr im Feuerwehr- und Rettungsdienstfieber, daher war die Farbkombination von Anfang an klar.


Ich musste nur noch den passenden Plot finden. Bei einer kostenlosen Malvorlage wurde ich fündig. Schnell umgewandelt und fertig war der Feuerwehrautoplot. Die fertige Plotterdatei stelle ich euch hier auch zur Verfügung. Vielleicht gibt es ja noch den ein oder anderen Feuerwehrfan?



Das Kissen selbst ist nach einem Freebook von pattydoo entstanden. Ich habe ja schon eins davon für mich genäht und Fabian hat es so gut gefallen, dass er auch eins wollte.


Zuerst wollte ich die Paspel weglassen, weil ich keine Passende in Rot hatte. Der weiße Farbakzent gefällt mir jetzt aber sehr gut.

Beim zweiten Mal ist man ja immer klüger. Daher wusste ich schon, dass es sich lohnt, hier wirklich sehr genau zu arbeiten. Ich habe also versucht die Nahtzugabe exakt einzuhalten und die Teile auch wirklich präzise aneinanderzunähen. Es ist auch tatsächlich gut geglückt. Trotzdem habe ich in der Mitte noch einen Knopf angebracht. Diesmal allerdings nur als netten Effekt und nicht um Nähfehler zu verdecken.



Gefüllt ist der Sack mit kleinen Styroporkügelchen. In meinem Sitzsack haben sie den Härtetest bisher sehr gut bestanden. Das komplette Sitzkissen (inklusive Kügelchen) wurde auch schon in die Waschmaschine und den Trockner gesteckt und es hat beides wunderbar überlebt.

Die Kissenschlacht bei uns daheim haben beide Kissen ebenfalls überstanden. Zum Glück - die Masse an Styroporkügelchen im Wohnzimmer verteilt möchte ich mir gar nicht vorstellen!
Fabian hat sich gefreut und ich bin glücklich! 

Ach ja, passend zum Kissen gab es noch den Feuerwehrrucksack, den ich euch auch schon hier gezeigt habe.



Verlinkt bei: Freutag, Nähfrosch "Kostenlose Schnittmuster", Kiddikram, Plotterliebe, Sitzkissen Linkparty
Schnitt: Sitzkissen von pattydoo
Stoff: Aus dem Kellerfundus
Plot: Kostenlose Malvorlage von mir digitalisiert. Ihr bekommt sie hier.

Donnerstag, 10. März 2016

Ein Yogakissen ohne Yoga, oder so


Also Yoga wird auf diesem Kissen zwar wahrscheinlich nie gemacht werden, aber zum Sitzen ist es echt gemütlich.
Jetzt haben wir schon eine riesige Couch, aber wenn Mann, Kind und Katze sich darauf ausbreiten ist hin und wieder doch zu wenig Platz. Einen zusätzlichen Sessel haben wir nicht und auf dem Boden ist es mir auch zu hart. Da kam mir die Anleitung für das Sitzkissen von pattydoo gerade recht. Für meine eigene kleine Sitzmöglichkeit.
Es ist groß genug um bequem darauf sitzen zu können und gerade noch klein genug um nicht ständig im Weg rumzuliegen.


Mit den Tortenstücken auf der Oberseite lassen sich prima Reststücke aus Webware verarbeiten.
Theoretisch könnte man die Tortenstücke auch auf die Unterseite nähen, aber das war mir doch zu viel des Guten.


Ich hab's ja nicht so mit dem 100%ig genauen Zuschneiden und mit dem perfekt genauen Einhalten der Nahtzugaben. Das geht alles meistens Pi mal Daumen. Bei dehnbaren Stoffen bzw. bei den meisten Kleidungsstücken ist das ja auch wirklich relativ egal. Bei diesem Sitzkissen nicht. Das habe ich auf die harte Tour gelernt. (Es gab hiervon nämlich schon einen Vorgänger...der es leider nicht überlebt hat).


Der Knopf in der Mitte ist zwar noch eine kleine Schluderhilfe, aber alles verdecken kann er eben auch nicht. Wenn man also genau zuschneidet und exakt arbeitet, dann sieht das alles auch wirklich gut aus und die Spitzen treffen sich in der Mitte. Wenn nicht, macht man halt nen Knopf drüber....


...oder man setzt ne Ente drauf.


Dass ich ein großer Paspelfan bin, das habt ihr vielleicht inzwischen schon mitbekommen. Gerade bei dem Sitzkissen kommt sie auch wirklich gut zur Geltung. Nur mit dem Paspelabschluss bei der Rundung hatte ich anfangs etwas Probleme. Inzwischen weiß ich, dass die beiden Paspelenden einfach über Kreuz gelegt werden und man sie so einfach festnäht. Das hält und sieht gut aus.


Für den Fall des Falles wollte ich, dass das Kissen waschbar ist. Daher habe ich noch einen zusätzlichen Reißverschluss eingenäht.


Absolut unnötig, wie sich inzwischen herausgestellt hat.
Das Kissen ist mit kleinen Styroporkügelchen gefüllt. Habt ihr damit schon mal gearbeitet? Die sind unheimlich statisch aufgeladen und saugen sich wirklich überall fest. Das war beim Befüllen schon ein Spaß. Undenkbar die Futzelteilchen da jemals wieder alle herauszubekommen. Vielleicht am ehesten noch mit dem Staubsauger.
Es geht aber auch so. Als hätte ich es gewusst, hat die Katze nämlich schon mal auf das Kissen gepieselt. Scheinbar hat es so schön geraschelt wie Katzenstreu. Das komplette Kissen inklusive Füllung habe ich einfach in einem Wäschenetz bei 40°C in die Waschmaschine gesteckt und gehofft, dass der Reißverschluss geschlossen bleibt. Er blieb.
Es geht also auch ohne Verschluss und es ist trotzdem leicht waschbar.


Seitdem gab es keine "Unfälle" mehr und ich kann mein Kissen wieder benutzen...
...wenn es mir nicht von Johanna weggeschnappt wird. Aber sie bekommt einfach noch ihr eigenes Kissen. Morgen zeige ich euch aber erst mal noch eine Feuerwehr-Jungsversion davon.


Verlinkt bei: RUMS, Nähfrosch "Kostenlose Schnittmuster", Sitzkissen Linkparty
Schnitt: Sitzkissen von pattydoo
Stoff: Aus dem Kellerfundus und der Restekiste