Donnerstag, 28. April 2016

Aus alter Jeans mach neue Tasche


Eine super Inspirationsquelle für neue Ideen und tolle Nähwerke war das Nähcamp 2016. Die Chobe Bag von Ellepuls ist mir dort mehrmals über den Weg gelaufen und irgendwie hat sie mich extrem angelacht. Die Idee, einzelne Jeansstreifen zu einer Tasche zusammenzunähen ist einfach, aber genial finde ich. Noch dazu ist es eine super Verwertungsmöglichkeit für alte bzw. abgetragene Jeans. Und davon habe ich momentan reichlich.

Seit ich Mama bin, habe ich nämlich einen höheren Jeansverschleiß. Das liegt nicht mal daran, dass sie nicht (mehr) passen, sondern daran, dass sie an den Knien schnell durchgescheuert sind. Das ständige auf dem Boden Rumrutschen und auf "Augenhöhe" Hantieren bekommen ihnen wohl nicht so gut. Ok, mit 14 habe ich noch absichtlich Löcher in die Hose geschnitten...inzwischen ist mir eine intakte Hose lieber.
Jedenfalls habe ich hier einige alte Jeans herumliegen, die eine neue Bestimmung suchen. Die erste Tasche sollte erst mal ein Testmodell werden...einfach ein schnelles Projekt zwischendurch.


Schnell genäht ist die Tasche auch wirklich...bis auf den Henkel. Der ist aber auch ein echter Hingucker und jede einzelne Sekunde der Arbeit wert! Schon allein wegen dem Tutorial lohnt es sich den Schnitt zu kaufen, finde ich!



Leider muss ich aber sagen, dass mir mein Henkel nicht ganz so gut gelungen ist. Das liegt allerdings nicht an der Anleitung, sondern an meinem Unvermögen, mich an Anleitungen zu halten. Oder man könnte auch sagen, dass ich zu faul war, um in den Baumarkt zu fahren und mir ein dickeres Stück Seil zu kaufen. Insgesamt ist das Seil (das ich hatte) nämlich zu dünn für den Lederbezug, der drumherum genäht wird. Deswegen liegen die Kanten auch nicht Stoß an Stoß und so habe ich auch die Naht nicht richtig schön straff ziehen können.
Es empfiehlt sich hier übrigens WIRKLICH richtig festes und gutes Garn zu kaufen...sonst macht ihr den Henkel zweimal...oder gar nicht mehr, weil ihr zwischendurch genervt aufgebt. Normaler Faden reißt nämlich sehr leicht.
Aber es war ja eigentlich auch "nur" ein Probeteil.
Inzwischen war ich im Baumarkt und das richtige Seil liegt schon für das nächste Mal im Keller. Sicherheitshalber sind es gleich schon mal 2 Meter geworden...ihr seht schon...da kommt noch was.


Die Chobe hat genau die richtige Größe als Handtasche - also für mich zumindest. Es geht schon mal ein kleiner Einkauf rein, aber sie ist auch nicht so klobig, dass sie einem ständig im Weg rumhängt.
Für den Moment hat sie meine Schnabelinabag abgelöst.


Eine zusätzliche Außentasche ist auch noch wirklich praktisch.
Das Hinterteil der Tasche ist aus zwei Teilen genäht. So viel Hosenstoff war am Ende nämlich gar nicht mehr übrig. Tatsächlich hat die Chobe eine komplette Jeans in der Größe 38 geschluckt. Perfekt also...keine großen Reste...alles verarbeitet.


Beim Absteppen der einzelnen Streifen habe ich einen 3-fachen Geradstich verwendet. Anders als in der Anleitung habe ich allerdings alle Nähte auseinandergebügelt und einzeln abgesteppt. Bei mir ist es also die doppelte Anzahl an Nähten. Mir gefällt es gut so. Beim nächsten Mal werde ich aber die ursprünglich im Ebook angegebene Variante ausprobieren.
Übrigens habe ich mich bei Christine in den coolen Pinken Akzent vom Reißverschluss und den Nähten verguckt sodass ich es einfach genauso nachmachen musste.


Der Boden ist - so wie der Henkel - aus einem ziemlich coolen Kunstleder, welches mir wirklich sehr gut gefällt. Das war ein Zufallsfund bei Stoffe-Hemmers. Es ließ sich auch wirklich schön verarbeiten und bis jetzt ist es absolut schmutzresistent und pflegeleicht.

Nur mit der Halterung für den Taschenhenkel hatte ich ein wenig Probleme. Das lag allerdings am Stylefix Klebeband. Damit sollte man nämlich die Halterung doppellagig zusammenkleben und dann alles mit einem "X" fixieren. Das hat bei mir leider so überhaupt nicht funktioniert, weil die Nadel ständig (durch das Stylefix) verklebt ist. Hier hätte ich auch nicht irgendwie um das Tape herumnähen könne. Beim nächsten Mal würde ich es einfach weglassen und entweder alles per Hand gut festhalten, oder zur Not auch eine Stecknadel zu Hilfe nehmen. Die Einstichlöcher werden ja sowieso zugenäht, wenn man sie schön an den Rand steckt.
Also bei mir hat sich diesmal jedenfalls oft der Ober- mit dem Unterfaden nicht verschlungen und so sind sehr unschöne Nähte entstanden.


Wirklich lange habe ich nach großen (und schönen) Karabinerhaken gesucht. Die Standardmaße mit 2,5cm Durchlass gibt es ja überall, aber sobald man einen 4cm Durchlass haben möchte, wird die Auswahl schon sehr klein. Da gibt es dann auf der einen Seite die China-Billigproduktion mit 20 Stück für zwei Euro inklusive Versand. Und auf der anderen Seite die Markenware, bei der EIN Karabiner schon acht Euro kostet. Hier bin ich zufällig auf günstige aber trotzdem gute Qualität gestoßen. Und wie es immer so ist, habe ich natürlich nicht nur die Karabiner bestellt...aber davon erzähle ich euch in den nächsten Posts.


Mein neues, gestempeltes Logo musste natürlich auch gleich mit drauf.


Gefüttert habe ich die Tasche mit einem dünnen Baumwollstoff, den ich mir mal auf dem Stoffmarkt mitgenommen habe. Er hat zwar nicht genau das gleiche Pink wie der Reißverschluss, ist aber nah genug dran.


Zuerst wollte ich ja keine Innentasche machen, weil ich sowieso alles immer nur querbeet in die Handtasche schmeiße. Aber zumindest das Handy sollte einigermaßen geschützt sein...das kommt nämlich auf wundersame Weise immer genau neben dem Schlüsselbund zu liegen und das verkratzt immer so toll das Display. Mal sehen, ob die Tasche dagegen helfen kann.


Dafür habe ich eine Gesäßtasche der Jeans abgetrennt und an den Futterstoff angenäht. Beim ersten Mal gleich mal falschherum sodass ich alles noch mal abtrennen durfte. Und nein, die Arbeit mit dem Nahttrenner hat für mich absolut nichts Meditatives. Im Gegenteil. Ich ärgere mich bei sowas (über mich selbst) immer wie ein Rumpelstilzchen.


Also ich mag sie sehr, meine neue Chobe! Obwohl sie eigentlich nur ein Probeteil ist.
Beim nächsten Mal werde ich verschiedenfarbige Jeansstreifen ausprobieren und noch ein paar mehr Details einarbeiten. 
Jetzt kann ich wieder guten Gewissens bei einer Jeans nach der anderen die Knie durchscheuern.
Ich freue mich schon richtig darauf.


Verlinkt bei: RUMS, Old Jeans - neue Bag, Mount Denim ade, Alte Jeans - neues Leben und Taschen und Täschchen
Schnitt: Chobe Tasche von Ellepuls inklusive Henkeltutorial
Stoff: Eine komplette Jeanshose (Größe 38), Kunstleder von Stoffe-Hemmers, Baumwollfutter vom Stoffmarkt
Sonstiges: Karabinehaken mit ca. 4cm Durchlass, D-Ringe ebenfalls von Pepelinchen, Hohlnieten von Prym, Reißverschlüsse von Snaply

Dienstag, 26. April 2016

Alles für die Katz!



Das ist Skuta.


Skuta ist seit ungefähr 10 Jahren ein Teil unserer Familie. Und da bei mir alle Familienmitglieder benäht werden, muss natürlich auch was für den Kater her.
Ein Hoodie? Socken? Oder vielleicht eine Mütze? Natürlich nicht! (Obwohl ich neulich ein Schnittmuster für einen Hundehoodie gesehen habe...wer macht denn bitte sowas???)

Da unser Kater 3/4 des Tages schläft, war es naheliegend ein Kissen für ihn zu machen. Die Stoffwahl war irgendwie auch klar und so sind schnell mal zwischendurch zwei Katerkissen mit Hotelverschluss entstanden.


Ich habe den Stoff bei DaWanda gesehen und mich sofort verkuckt. Er ist schön dick, aber nicht starr und passt farblich auch gut auf unsere Couch (und unter die Katze...die ebenfalls dick aber nicht starr ist).


Skuta findet sie auch gut...denke ich...wobei es ihm wahrscheinlich egal ist, solange man darauf schlafen kann. Er ist halt schon ein alter Mann...


Den Stoff hätte ich mir auch gut als Tasche vorstellen können. Beim nächsten Mal dann vielleicht.

Da ich mich einfach nach den maximalen Maßen des Stoffs gerichtet habe, ist eine etwas kissenuntypische Größe herausgekommen. Daher habe ich einfach ein Füllkissen selbst gemacht.
Weißer Baumwollstoff, Füllwatte und einmal mit der Overlock außenherum - fertig.


Mal sehen, wie oft Skuta die Kissen tatsächlich abbekommen wird. Sie sind nämlich wirklich gemütlich und definitiv auch was für den Mensch! Ich werde wohl noch mehr Kissen nähen müssen.

Benäht ihr auch eure Tiere? Vielleicht sogar mit Hoodie & Co.?


Das war ganz untypisch mal ein wirklich kurzer Post! Aber ich wollte, dass jeder der Familie mal im Blog auftaucht und da wir nicht wissen, wie lange unser Katerchen noch bei uns ist, wurde es jetzt einfach Zeit.
Ich wünsche euch allen einen tollen Dienstag! Am Donnerstag geht es (hoffentlich) endlich weiter mit ein paar Sachen für mich!

Verlinkt bei: Creadienstag, Kissenparty
Schnitt: Eigencreation mit Hotelverschluss
Stoff: Katzenstoff Leinenoptik

Donnerstag, 21. April 2016

Tutorial: *Stempel mit dem Plotter herstellen*


Schon ewig bin ich auf der Suche nach einem gescheiten Label für meine genähten Sachen. Im Netz habe ich mir auch schon verschiedenfarbige Label zum Aufbügeln gekauft. Die sind zwar ganz nett, aber so richtig individuell dann doch nicht.
Natürlich kann man sich auch ein Label nach den eigenen Vorstellungen gestalten, aber das hat dann auch seinen Preis, zumal man sie nur in größeren Mengen bestellen kann.

Als ich dann in verschiedenen Blogs gestempelte Logos auf Snap Pap sah, fand ich das klasse und wollte es auch selbst ausprobieren...nur hatte ich keinen Stempel. Noch nicht!


Grundsätzlich kann man ja wie gesagt alles bestellen...auch Stempel...aber es kostet....vor allem, wenn man mehrere verschiedene Designs haben möchte.

Moritz hatte dann die grandiose Idee, einfach selbst einen Stempel mit dem Plotter herzustellen. Und siehe da, es gibt tatsächlich Stempelmaterial und sogar ein komplettes "Einsteiger-Stempel-Set".

Wir haben einen Silhouette Cameo Plotter und dafür nicht gleich das Stempel Set, sondern erstmal einen Satz Stempelmaterial besorgt. Das kostet ca. 10 Euro und ist zum Beispiel hier erhältlich. Trotz der schlechten Bewertungen haben wir es einfach mal ausprobiert. Ich kann nichts Schlechtes darüber sagen, wenn man einige Punkte beachtet...aber das erzähle ich euch gleich im Tutorial.
In der Schachtel sind drei, ungefähr DIN A5 große Seiten Stempelmaterial. Für mich absolut ausreichend um meine Stempellust erst mal komplett auszuleben.

Zusätzlich benötigt ihr noch eine Silhouette Schneidematte für Stempelmaterial (cut-mat-stamp). Erhältlich zum Beispiel hier. ACHTUNG! Ihr benötigt unbedingt diese Matte und könnt nicht eure normale Schneidematte dafür verwenden. Die Löcher in der Matte sind nötig, damit sich keine Luftblasen unter dem Stempelmaterial bilden!
Mit knapp 8 Euro seid ihr hier dabei. Sie ist natürlich wiederverwendbar und ihr könnt sie für all eure Stempelplotts verwenden.

Das sind die Bögen mit dem Stempelmaterial
Und so sieht die Schneidmatte aus.

Und los geht's!
Ich habe für euch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt, wie ihr mit einem Silhouette Plotter aus dem Stempelmaterial euren eigenen, komplett persönlichen Stempel erstellen könnt.

Ihr benötigt:

- Euren Silhouette Plotter
- Silhouette Stempelmaterial
- Silhouette Schneidematte für Stempelmaterial "cut-mat-stamp"
- Evtl. einen Entgitterhaken (es geht aber auch sehr gut ohne!)
- Ein in der gewünschten Größe passendes Holzstückchen
- Evtl. eine Spielfigur aus Holz (gibt es im Bastelladen) oder einen kleinen Möbelknopf (gibt es im Baumarkt) als Griff
- Holzleim oder guten Kleber
- Sehr feines Schmirgelpapier


Ihr könnt generell jedes Motiv für euren Stempel verwenden, allerdings solltet ihr darauf achten, dass die Linien nicht zu filigran sind. Beim Stempeln könnten die feinen Linien eventuell nicht richtig übertragen werden, oder sie verlaufen durch zu viel Stempelfarbe.

Achtung bei Textstempeln! Hier muss man ein paar weitere Dinge beachten und ich kann - sofern ihr das möchtet - gerne einen detailierteren Post darüber schreiben.
Grundsätzlich solltet ihr bei Textstempeln darauf achten, eine möglichst zusammenhängende Schriftart zu wählen. Am Ende sollte ein großes zusammenhängendes Stück ausgeschnitten werden, anstatt viele einzelne Buchstaben und Teile. Das lässt sich dann deutlich einfacher auf dem Stempel platzieren.
Kaum eine Schriftart ist durchgehend verbunden. Daher müssen (im Silhouette Studio) einige Lücken von Hand geschlossen und am Ende alles als ein Teil verschweißt werden, damit das Ergebnis gut aussieht und belastbar ist.

Erstellt für den Anfang besser erst mal ein Bildmotiv im Silhouette Studio Programm.

Einstellungen in der Software

Ihr müsst die folgenden Einstellungen im Bereich Design-Seiteneinstellungen (1.) wählen:
(2.) Papiergröße = "Prägung" (6,0 x 7,5 in)
(3.) Querformat
(4.) Träger = "Stempeln" (6,0 x 7,5 in)
Ansonsten ist hier alles weitere bereits voreingestellt und ihr könnt es so übernehmen


Als nächstes skaliert ihr euer Motiv auf die richtige Größe für euren Stempel und platziert es am gewünschten Fleck auf der Matte.

Ihr müsst die Vorlage nicht spiegeln! Das Stempelmaterial kann beidseitig verwendet werden. Aufpassen müsst ihr erst, wenn ihr den Stempel später zusammenklebt.

Unter den Schnitteinstellungen müsst ihr noch den Materialtyp "Material Stamp" auswählen.
Den Klingentyp und alles Weitere lasst ihr einfach bei den Voreinstellung.

Einstellungen am Plotter


Bevor ihr die Schneidematte einlegen könnt, müsst ihr noch die rechte weiße Transportrolle nach links schieben, sodass die kleinere cutting mat auch richtig eingezogen wird. Dafür zuerst auf der rechten Seite den Hebel umlegen, dann die Rolle etwas drehen (damit sie aus den Vertiefungen an der Metallstange rutscht) und anschließend nach links schieben. Die Rolle muss dort auch wieder in den Vertiefungen an der Metallstange einrasten. Danach den Hebel am Plotter rechts wieder feststellen!


Nicht vergessen auch das Messer auf die empfohlene Schnitttiefe einzustellen.

Der Schneidauftrag

Legt nun das Stempelmaterial ohne Spannung(!) auf die Schneidematte und drückt es gut fest. Es dürfen keine Luftblasen darunter sein.
ACHTUNG! Die Matte klebt wirklich extrem gut. Wie ihr auf dem unteren Bild sehen könnt, ist mir während dem Fotografieren ein Stück Papier ausversehen auf die Schneidematte gekommen. Das bekommt man nicht mehr runter. Das Stempelmaterial löst sich jedoch sehr gut wieder ab.

Jetzt legt ihr die Schneidematte ganz normal ein und startet den Schneideauftrag.


Das Ablösen

Euer Motiv ist nun fertig ausgeschnitten und ihr könnt es ablösen.
Es wird eventuell an ein paar kleinen Ecken noch nicht ganz ausgeschnitten sein. Keine Sorge! Das ist kein Problem und auch kein Fehler. Ihr könnt es einfach durch leichtes Ziehen lösen. Damit macht ihr nichts kaputt. Das Material ist sehr flexibel.


Die Stempelmontage

Nun kommt das Holzklötzchen zum Einsatz. Achtet darauf, dass es die richtige Größe hat. Nicht zu groß (erschwert das präzise Stempeln) und nicht zu klein.
Das Motiv wird dann einfach aufgeklebt. Bitte nur eine dünne Schicht Kleber auftragen, damit kein Kleber auf den Stempel quillt. Bisher habe ich noch nicht den perfekten Kleber dafür gefunden. UHU funktioniert zwar, löst sich aber nach einiger Zeit an manchen Stellen wieder ab und muss nachgeklebt werden. Leim klebt ganz gut, aber hier habe ich noch keinen Langzeittest gemacht.
ACHTUNG beim Ankleben! Das Motiv muss nun ggf. spiegelverkehrt aufgeklebt werden, damit es nachher richtigherum gestempelt wird! Nach dem Aufkleben den Stempel auf eine glatte Oberfläche stellen und etwas beschweren damit das Material richtig hält und den Kleber lange genug trocknen lassen.

Ich habe an dem Holzklotz noch einen Möbelknopf angebracht. Hier müsst ihr die Metallschraube durch eine kleine Stockschraube ersetzen. Diese könnt ihr dann einfach in das Klötzchen hineindrehen. Es ist aber auch möglich eine Spielfigur anzukleben oder einfach gar keinen Griff anzubringen - je nach dem wie groß das Holzstück bereits ist. Das ist Geschmackssache.


Ihr habt es fast geschafft.
WICHTIG! Wenn der Kleber getrocknet ist, müsst ihr noch ganz leicht mit einem feinen Schmirgelpapier den Stempel etwas anrauhen. So wird die Farbe besser aufgenommen.
Beim Auftragen der Farbe müsst ihr darauf achten, dass ihr sie auftupft und nicht einfach den Stempel über das Stempelkissen wischt. Die Farbe wird sonst nicht gleichmäßig auf dem Stempel verteilt und zusätzlich könnte es sein, dass sich das Stempelmaterial ablöst.

 

Und fertig ist euer eigener Stempel!


Ich vermute, dass es auch ähnlich mit Moosgummi funktionieren würde, aber das habe ich noch nicht ausprobiert. Sicherlich wäre es eine kostengünstigere Alternative zu dem doch verhältnismäßig teuren "Markenmaterial".

Der Weg zu eurem Label ist jetzt ganz leicht.
Ihr benötigt Stoffstempelfarbe und ein Stück Snap Pap in der gewünschten Größe.
Ich habe länger nach einer geeigneten Stempelfarbe gesucht. Fündig geworden bin ich bei VersaCraft "for fabric, paper, wood and more" (gibt es bei verschiedenen Anbietern). Reine wasserfeste Stempelfarbe hat bei mir leider nicht funktioniert. Die war nach der ersten Testwäsche nämlich weg. Die Stoffstempelfarbe hat diverse Wäschen ohne Farbeinbußen überstanden. Wichtig ist aber, dass ihr nach dem Stempeln noch mal mit dem Bügeleisen drüberbügelt. Dadurch wird die Farbe fixiert.

Das Label kann jetzt einfach aufgenäht werden.

Wenn ihr auf Papier stempeln wollt, verwendet am besten echte Stempelfarbe und keine Kinder-Fingerstempelfarbe. Die Kinderfarbe verteilt sich nicht richtig auf dem Stempelmaterial und das Ergebnis wird nicht so schön.

Hoffentlich hat euch dieses kleine Tutorial gefallen und ich würde mich freuen, wenn es ein paar PlotterbesitzerInnen dazu motiviert auch selbst Stempel herzustellen. Das macht wirklich Spaß und das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich!

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg dabei!


Verlinkt bei: RUMS weil der Stempel extra für mich gemacht ist, Plottertipps-Linkparty und Plotterliebe
Tutorial: für den Silhoette Cameo
Es wurde kein Material gesponsort! Dieser Post spiegelt ausschließlich meine eigenen Erfahrungen wieder. KEINE Werbung!

Dienstag, 19. April 2016

Wenn der jERIK mit der jERIKA...


Heute zeige ich euch, wie schon angekündigt, den zweiten Teil der Skibekleidung.
Hier gab es ja schon den jERIKA-Pulli aus dem super schönen, melierten Fleecestoff, den ich auch für diesen jERIK vernäht habe.


Also ich denke mal, über meine jERIK Jackenliebe brauche ich nicht mehr sooo viel zu erzählen, oder? Ich mag den Schnitt wirklich!


Natürlich musste auch wieder ein Plott drauf. Den hat mein Mann in den Weiten des Internets irgendwo aufgetan (er weiß aber nicht mehr wo). Einen ähnlichen Plott habe ich hier auf einer Seite mit kostenlosen Vektorgrafiken "freevector.com" gefunden. Ich stelle ihn euch als Plotterfreebie zum Download zur Verfügung.


Von meinen Bedenken, die Folie auf den Fleecestoff aufzubügeln. hatte ich ja schon berichtet. Ich habe absichtlich Flexfolie verwendet, da ich das Gefühl habe, dass sie schneller klebt und man nicht so lange den Stoff mit dem Bügeleisen bearbeiten muss. Bisher hat das ganz gut geklappt.


Die Ärmel habe ich etwas verlängert und einfach ganz normal gesäumt. Keine Bündchen, kein Gummi...im Nachhinein ist mir eingefallen, dass ich noch ein Daumenloch hätte machen können. Beim nächsten Mal dann.



Das obere Rückenteil habe ich wieder in der Mitte vertikal geteilt. Mir gefällt die zusätzliche Naht da einfach ganz gut. Der Fleecestoff hat sich auch wirklich sehr gut absteppen lassen. Oft zickt meine Maschine bei Fleece ein bisschen, aber mit einer Jerseynadel und gutem Garn hat es außerordentlich gut geklappt.
Generell habe ich inzwischen schon häufiger die Erfahrung gemacht, das Qualitätsgarn und die richtige Nadel WIRKLICH einen Unterschied machen.
Ja, man hört es überall und auch in jedem Nähbuch steht es quasi immer auf der ersten Seite...aber so richtig geglaubt habe ich es am Anfang nicht. Ganz ehrlich, mir war das Markengarn für den Anfang dann oft auch einfach zu teuer. Aber ein verhunztes Nähstück, bei dem die Nähte unschön aussehen oder sogar reißen ist eindeutig schlimmer.
Wenn also inzwischen bei den Nähten (gerade beim Absteppen oder beim Saum) etwas nicht passt, versuche ich es als erstes mit einem anderen Faden oder einer neuen Nadel.
Zugegeben...manchmal hilft das auch nichts...da bin ich dann einfach zu doof.

Aber ich schweife ab.


Der blaue Reißverschluss musste als Akzent noch sein. Zu viel Ton in Ton ist auch nichts.
Und natürlich das neue SnapPap Label mit der Schnecke.
Ursprünglich wollte ich es auf den Oberarm annähen. Aber da hat mir leider meine Ungeduld einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Weil ich sichergehen wollte, dass die (Stempel-)Farbe auch wirklich hält, habe ich das Label mehrmals in der Waschmaschine (mit der normalen Wäsche) mitgewaschen. In der Zwischenzeit lag die Jacke unfertig im Keller und hat mich jedes Mal böse angeschaut, wenn ich etwas Anderes genäht habe. Da habe ich irgendwann die Seitennähte einfach geschlossen und das Label dann halt am Ärmel angenäht. Sieht auch ok aus.
Dafür ist jetzt das Label 100%ig sicher gut waschbar und hat den Test bestanden.


Ich habe vor, einen Post zu den gestempelten Labels an diesem Donnerstag zu veröffentlichen. Darin möchte ich zeigen, wie man mit dem Plotter selbst Stempel herstellen kann.


Das war's jetzt aber wirklich mit den Wintersachen. Ab nächster Woche bin ich voll im Frühlingsfieber. Und da es jetzt mit dem Nähen auch schon wieder viel besser klappt, komme ich mit ein paar neuen Sachen für mich gut voran. Ich freu mich schon darauf, euch alles endlich zeigen zu können.


Wir lesen uns am Donnerstag!

Verlinkt bei: HoT, Prülla, Für Söhne und Kerle, Plotterliebe und Creadienstag
Schnitt: jERIKA von Prülla
Stoff: Polartec Fleecestoff von aktivstoffe.de


Dienstag, 12. April 2016

jERIKA im Schnee


Man man man, ich hänge ja wirklich ziemlich hinterher. Unsere Skiwoche ist schon lange lange vorbei, aber einen kleinen Einblick wollte ich euch trotzdem dalassen. Es ist ja immerhin noch nicht Sommer...also noch nicht so ganz 100%ig fehl am Platz.

Skiurlaub ist toll. Dass ich weder Skifahren kann noch wegen meinem Rücken soll, stört mich eher wenig. Während meine zwei beiden auf der Piste waren habe ich die Zeit für mich genutzt. Das war zwischendurch auch mal schön entspannend - aber wem sag ich das?!

Wir waren aber nicht ganz alleine in Südtirol. Freunde haben uns begleitet.
Da die zwei auch immer dankbare Nähopfer sind habe ich gleich was für sie mitgenommen.

Neulich hat Prülla auf ihrem Blog gezeigt, dass man aus ihrer jERIKA Jacke auch einen Pulli nähen kann. Hätte ich auch selbst drauf kommen können.
Außerdem hat sie in genau demselben Post auch gleich noch einen tollen Fleecestoff vorgestellt. Ich fand die Farbe toll, die Qualität auch und der Sonderpreis waren unschlagbar.
Ich habe es dann mal ganz frech und unkreativ nachgemacht.


Und obwohl ich Prüllas Plottidee bei diesem Pulli wirklich megacool finde, gab es für Olli einen sportlichen Skifahrer.


Am Anfang hatte ich große Bedenken, dass der Fleecestoff beim Plottaufbügeln schmelzen könnte, aber Danie versicherte mir, dass es bei ihr auch gut geklappt hat.
Sicherheitshalber habe ich Flexfolie verwendet...die klebt schneller als Flockfolie und man muss sie nicht so lange bügeln finde ich.


Das Geschenk kam richtig gut an und wurde ganz oft im Urlaub getragen. Olli sagte, dass er nicht zu warm und nicht zu kalt ist - einfach genau richtig...trotz 100% Polyester. Ich fand das Material beim Verarbeiten auch wirklich sehr angenehm. Hätte ich so gar nicht erwartet.


Schon bei meinem jERIKA Mantel hat mir besonders gut gefallen, dass er so schön tailliert sitzt. Das ist der Pulli natürlich auch und man sieht es hier sogar noch besser durch den leicht dehnbaren und dadurch anschmiegsamen Fleecestoff.


Ein bisschen Angst hatte ich bei dem Kragen - nämlich, dass er zu eng sein könnte. Zu weit ist ja aber auch nichts, weil dann zieht es kalt rein.
Am Ende habe ich ihn einfach genau so gelassen wir er ist und gehofft, dass es passt. Es passt wunderbar (wahrscheinlich auch durch den leicht dehnbaren Stoff).


Die beiden Teilungsnähte am Rücken kann man hier leider überhaupt nicht erkennen, die müsst ihr euch einfach denken. Ich habe mich nicht getraut sie mit einem Zierstich abzusteppen, damit sich auch ja nichts wellt. Mit einem Geradstich hat es aber auch einwandfrei funktioniert. Es sieht halt nur nicht ganz so schick aus, wie mit einem (Fake-) Coverstich.


Die Ärmel sind überlang, damit man die kalten Hände darin auch mal verstecken kann.
Außerdem habe ich mein "Schneckenlogo" diesmal auf SnapPap gestempelt. Das hat erstaunlich gut funktioniert und ich werde das jetzt definitiv öfter machen. Aber an meinem Logo insgesamt muss ich trotzdem arbeiten...mir fehlt nur irgendwie noch die zündende Idee.


Der Stempel dafür ist übrigens selbst gemacht - mit dem Plotter! Wie? Was? Woher? Das werde ich euch in einem speziellen Plotterpost demnächst vorstellen.
Was ich aber jetzt schon verraten kann ist, dass das Logo wirklich sehr robust ist.
Ich habe es testweise vorab mehrmals in der Waschmaschine mitgewaschen und weder die Farbe ist verblasst, noch ist es sonst irgendwie ramponiert.

Wenn ich mir die Fotos gerade so anschaue, dann bin ich schon echt froh, dass hier inzwischen kein Schnee mehr liegt.
Aber ein schöner Urlaub war es natürlich und meine zwei sind jetzt sowieso dem Skifahren verfallen...also dann wieder im nächsten Jahr.



Nächste Woche gibt es dann noch ein paar Bilder von "seinem" Geschenk und dann war's dann aber mit den Wintersachen und auch ich leute endlich den Frühling hier ein.
Ein bisschen Nähen geht nämlich schon wieder und ich freu mich sehr!

Verlinkt bei: HoT, Prülla und Creadienstag
Schnitt: jERIKA von Prülla
Stoff: Polartec Fleecestoff von aktivstoffe.de