Dienstag, 31. Mai 2016

(Sicher nicht) Das letzte Einhorn


Neulich habe ich mir ein neues Nähbuch geleistet.
Zugegeben, es stehen schon einige davon bei mir im Regal und nur die wenigsten sind besonders sinnvoll, aber dieses hier finde ich einfach toll! Seit einer gefühlten Ewigkeit bin ich schon um das "Kuschelfreunde" Buch von kullaloo herumgeschlichen und warum ich es mir nicht schon längst gekauft habe, weiß ich eigentlich selbst nicht. Ein Fehler auf jeden Fall...das hätte ich sofort mitnehmen sollen als ich es das erste Mal gesehen habe.

Die Projekte sind einfach super! Jede Anleitung ist bebildert und gut erklärt. Auf 2 großen Schnittmusterbögen sind alle Einzelteile drauf. Jedes Projekt für sich und nichts überlagert...das macht das Abpausen gleich viel einfacher.

Johanna durfte sich das erste Kuscheltier aussuchen, das ich nähe. Eigentlich hätte ich mir die Frage auch sparen können. Ich wusste schon vorher, dass es das Einhorn wird, aber ok...die Geste zählt.


Das ist "Lady Lu", das Einhorn...bei uns daheim "Fliegie" genannt.
Sie ist aus dem Rest Breitcord von Johannas Wintermantel und dem restlichen Nicki von ihrer Weste entstanden. Zur Resteverwertung als wirklich SUPER geeignet. Die letzten Fitzel sind jetzt sogar aufgebraucht. Finde ich echt klasse!




In der Anleitung ist zwar Plüsch als empfohlener Stoff angegeben und sicherlich werde ich das auch noch mal ausprobieren, aber so hat es auch schon mal richtig gut funktioniert. Im Prinzip ist dieses Einhorn also ein Probeteil.




Ein paar Streifen Jersey habe ich noch für die Mähne und den Schwanz gebraucht. Auch hier tut es ein Reststück. Einfach ein langes Rechtreck ausschneiden, in die Länge ziehen, dann rollt er es sich selbst ein - fertig!


Den Pony hätte ich vielleicht noch etwas länger machen können...die Haare stehen oft wie bei einem Iro in die Höhe, was aber tatsächlich auch ganz niedlich aussieht.


Die Flügel und das Horn sind aus einem goldenen Folienjersey. Ursprünglich hatte ich den Stoff mal für etwas Weihnachtliches gekauft, aber hier passte er einfach wunderbar. Man braucht auch davon nur ein kleines Stück. Am Anfang hatte ich etwas Bedenken, weil der Stoff so flexibel und superdünn ist, dass die Flügel nicht halten, aber sie werden sowieso mit Vlieseline verstärkt, da war das kein Problem. Auch das Absteppen hat gut geklappt und es haben sich keine Falten gebildet.
Ich glaube der Stoff wird bei den Kuscheltieren noch öfter zum Einsatz kommen.




Im Nachhinein hätte ich das Horn auch noch füllen sollen. Es ist nur einseitig mit Vlieseline bebügelt und steht teilweise etwas schief in der Gegend herum. Beim nächsten Mal dann.
Die Augen gehören wie die Nasenlöcher aufgestickt. Das habe ich auch versucht. Bei den Nasenlöchern hat das auch wirklich sehr gut geklappt. Mit der Hand eine Linie bzw. eine Rundung nähen kann ich also. Für einen ausgefüllten Kreis bin ich aber zu blöd ungeduldig. Noch dazu, wenn die beide Augen einigermaßen gleich aussehen sollen. Nach vielen, vielen...Minuten...habe ich aufgegeben und einfach Kam Snaps stattdessen angebracht. Für mich funktioniert es so auch und in meinem Fall sieht es so definitiv besser aus, als mit der Hand genäht.
Für zukünftige Projekte habe ich jetzt sogar Teddyaugen bestellt. Darauf bin ich schon sehr gespannt!


Der Cordstoff kam mir übrigens auch noch sehr beim Schließen der Wendeöffnungen gelegen. Ja, ÖffnungEN! Es gibt insgesamt fünf Stück - Einmal der Körper und viermal die Beine. Bei Taschen bin ich regelmäßig zu faul die Wendeöffnung versteckt zu schließen und nähe dann einfach einmal knapp mit der Maschine drüber. Das hätte hier natürlich extrem unschön ausgesehen, daher habe ich alles mit einem Matratzenstich verschlossen...und man sieht nichts. Ich bin stolz. (Wobei das wie gesagt eher an dem praktischen Stoff als an meiner Handnähfähigkeit liegt)


Wenn man die Füllwatte fest genug stopft, kann das Einhorn übrigens auch von selbst stehen. Man muss aber schon genau schauen, dass die Beine alle richtig ausgerichtet sind. (Ich sage jetzt aber nicht, dass es 3 Sekunden nach diesem Foto umgefallen ist).


Also ich denke, man merkt es schon. Ich bin sehr glücklich mit dem Resultat und vor allem, dass ich mir das Buch gekauft habe. Es werden noch viele Projekte daraus folgen und mit Sicherheit auch noch das ein oder andere Einhorn! Es hat einen definitiven Suchtfaktor!!!


Verlinkt bei: Creadienstag, Kiddikram, DienstagsDinge, , HoT, Stoffreste Linkparty
Schnitt: "kullaloo Kuschelfreunde" - TOPP Verlag
Stoffe: Breitcord von Stoff &Liebe, Nicki und goldener Folienjersey von Stoffe-Hemmers, Jerseyreste für die Mähne und Webwarerest für das Maul



Freitag, 20. Mai 2016

Mehr als ein Freutag


Mit Geburtstagen ist das ja immer so eine Sache, wenn man älter wird.

Geburtstage gepaart mit einem tollen Hobby werden zu einem Happening - geschenketechnisch auf jeden Fall! Für mich zumindest! Ein Freutag!

So auch heute. Ich bin immer noch total geflashed von den vielen lieben Ideen und den tollen Aufmerksamkeiten und Geschenken. Ich freu mich über alles wahnsinnig.

Weil das hier aber ein Nähblog ist, will ich euch gerne einen kleinen Einblick in meine Nähgeschenke geben. Tolle andere Sachen gab es auch noch, aber - wie gesagt - Nähblog...
Allen voran - ich hab's ja schon verraten - ist schon vor ein paar Tagen eine technische Neuerung bei uns eingezogen.
Eine Coverlock von Bernina.
Den passenden Bandeinfasser gab es heute dann pünktlich dazu...den ich natürlich prompt nicht fotografiert habe.


Ich mag sie! Wirklich! Nach dem ersten Beschnuppern haben wir uns aber erst mal darauf geeinigt, es langsam angehen zu lassen. Ich brauche noch einige Übung! Aber davon berichte ich euch demnächst noch in einem separaten Post ausführlich.

Genialen Stoffnachschub gab es heute auch. Was mich besonders freut, weil ich mir ja ein Stoffkaufverbot auferlegt habe. Und auch wenn die Stoffschränke voll (voll voll voll voll voll) sind, habe ich doch schon leichte Entzugserscheinungen... Kennt ihr dieses Zittern und die glasigen Augen, wenn ihr an einem Stoffladen vorbeigeht oder (rein zufällig) auf einen tollen (Stoff-)Online Shop stoßt?!


 Aber jetzt kann ich neue Stoffe streicheln. Ein absoluter Traum!!! Ich bin glücklich!


Coole Knöpfe gab es auch noch. Die kleinen (rechts) sind schon für ein Outfit von Johanna eingeplant.

Und dann kam noch ein so schönes Packerl von der lieben Christine.


Das ist eine soooo schöne Idee. Und einen Stoff auf den man mit Kreide schreiben kann? Hab ich bisher noch nie gesehen! GENIAL!

Mir fällt im Moment keine Steigerung für die Begriffe überglücklich und dankbar ein. Aber das bin ich. Mehr als überglücklich und sehr dankbar.

DANKE, Mama, Papa, Moritz und Johanna, Miriam, Olli & Carsten, Inka, Christine und alle anderen Lieben (die auch auf meinem Blog mitlesen) die meinen Tag heute so besonders gemacht haben!

DANKE, dass es euch gibt!

Dienstag, 17. Mai 2016

Der Maulwurf und die JaWePu


Johannas jüngster Freund in der Nachbarschaft ist gerade ein Jahr alt geworden. Das muss natürlich gefeiert werden und als Geschenk gab's eine Jacke. In dem Alter darf man ja noch gefahrlos Kleidung schenken. Ich bin schon gespannt ab wann es losgeht mit den Sätzen: "Ach neee, ein Pulli. Aber ich wollte doch lieber XXX".
Wobei ich sagen muss, dass die Freude über selbstgenähte Kleidung hier momentan noch bei Alt und Jung wirklich immer groß ist. Aber wir haben auch keine Teenies da.

Zurück zur JaWePu. Das ist es nämlich - der super wandelbare JaWePu Schnitt von Schnabelina. Den kennt inzwischen glaub ich aber auch schon jede(r), oder?
Da ich in Größe 92 genäht habe, konnte ich noch das "Mini"-Ebook verwenden.


Ich habe mich für eine einlagige Reißverschlussjacke entschieden.
Im Ebook gibt es zwar nur entweder eine einlagige Jacke mit Knöpfen oder eine gefütterte Weste mit Reißverschluss, aber das lässt sich sehr gut hin basteln bzw. kombinieren.
Nach den diversen Männer jERIKs habe ich das Reißverschluss-in-Jacken-Einnähen auch so langsam raus.



Diesmal habe ich auch wieder ein Nahtband an den Reißverschluss eingearbeitet. Das sieht einfach sauberer aus, finde ich und die Reißverschlusskante steht auch nicht ab. Vielleicht fühlt es sich sogar ein bisschen bequemer an.

Alle Nähte sind von rechts nur noch mal mit einem Dreifach-Geradstich abgesteppt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich leider meine neue Covermaschine noch nicht. Schade! Das wäre bestimmt ein tolles Einsteigerprojekt gewesen.



Die Jacke ist aus einem super kuscheligen Nickistoff, mit Rippbündchen und einer Applikation.
Den Maulwurf habe ich mal irgendwo mitgenommen und seitdem hat er noch nie so richtig zu einem Nähstück gepasst. Bei dieser Jacke hat er jetzt endlich seine Bestimmung gefunden.



Diesmal habe ich auch tatsächlich daran gedacht, einen kleinen Aufhänger mit einzunähen. Den vergesse ich nämlich wirklich IMMER! Und zum hinterher Annähen bin ich dann oft zu faul oder ich mag es nicht mehr machen, weil es aufgenäht blöd aussieht.


Ein bisschen aufpassen musste ich, dass die Kragennähte am Reißverschluss auch wirklich schön aufeinandertreffen. Das ist mir beim ersten Mal noch nicht so ganz gelungen. Also Auftrennen und noch mal. Dann hat es aber zum Glück gepasst. Vielleicht muss ich wirklich mal ausprobieren, ob es mit Stylefix zum Fixieren besser klappt.


Vor der Anprobe war ich doch sehr unsicher. Irgendwie sah die Jacke dann auf einmal riesig aus. Aber sie passt zum Glück perfekt. Sie wird sogar recht gerne getragen. Und da sich hier der Sommer gerade schon wieder sehr Zeit lässt mit den wärmeren Sonnentagen, wird sie bestimmt auch noch eine Weile genutzt werden.


Den Nickistoff finde ich übrigens so toll, dass ich gerade überlege, mir selbst auch noch etwas daraus zu nähen. Die Farbe kommt auf den Fotos leider gar nicht so richtig rüber, aber sie leuchtet wirklich schön!

Ich freu mich schon auf den nächsten Geburtstag und auf die nächste JaWePu.

Verlinkt bei: Creadienstag, Kiddikram, Schnabelina, Für Söhne und Kerle und Sew Mini
Stoff: Nickistreifen petrol von Stoffe-Hemmers
Schnitt: Schnabelina Mini JaWePu mit Abwandlung zur ungefütterten Reißverschlussvariante

Dienstag, 10. Mai 2016

Näherlebnis für die ganze Familie


Gedanklich und nähtechnisch hatte ich im April eigentlich schon dem Sommer eingeläutet. Meine Eltern werden auch immer sehr gerne benäht und ich hatte versprochen, für die beiden jeweils ein Oberteil zu nähen. Mein Papa bekam ein Hemd - klar...ich liebe es Hemden zu nähen (wenn nur immer das ewige Zuschneiden vorher nicht wäre...).
Auf einem Stoffmarkt im letzten Jahr habe ich einen supertollen weißen Hemdenstoff gesehen. Den fand ich so toll, dass ich gleich ein paar Meter davon mitnehmen musste.

Es ist ein leichter, dehnbarer Baumwollstoff. Die Dehnbarkeit bewirkt zwar ein angenehmes Tragegefühl...zum Nähen ist es aber echt bescheiden. Gerade am Kragen und an der Knopfleiste verzieht sich alles ganz schön und auch das Säumen macht keinen Spaß. Um dem ein bisschen entgegenzuwirken, habe ich vorher gleich mal an allen riskanten Stellen ein dünnes Vlies aufgebügelt. Ich muss sagen, das hat erstaunlich gut geholfen.


Der Kragen wird ja sowieso immer verstärkt, aber gerade am Saum und an der Knopfleiste hatte ich Angst, dass es durch das Bügelvlies eventuell zu steif werden könnte und dann unschön absteht. Die Sorge war aber unbegründet. Ich habe Vlieseline H200 verwendet. So gut und faltenfrei habe ich die Knopfleiste bisher bei noch keinem Hemd hinbekommen. Das mache ich ab jetzt immer so.


Diesmal habe ich auch den Kragen etwas verschmälert. Dafür habe ich ein gutsitzendes Kaufhemd als Vorlage genommen. Jetzt sieht es viel besser aus und die Spitzen drehen sich auch nicht immer nach außen.

Mein Vater hat sich sehr über das Hemd gefreut. Über die Fotos, die ich gleich machen wollte, weniger. Im April gab es hier ja noch mal einen Wintereinbruch. Aber wenn die Tochter sich das Bildermachen in den Kopf gesetzt hat, dann muss es gleich jetzt, sofort und auf der Stelle sein. Also raus in den Schnee - auch mit Kurzarmhemd!


Gerne hätte ich noch mehr Bilder gemacht, aber es war wirklich kaaaaaalt. Und zu sehr leiden lassen wollte ich ihn dann auch nicht.

Hätte ich nur ein paar Tage gewartet...da waren es nämlich plötzlich wieder 20°C. Davon hat dann allerdings meine Mutter profitiert. Sie durfte im Warmen posieren. Mit ihrem neuen Kimono Tee.


Inzwischen hat sie schon einige dieser Shirts von mir bekommen und sie werden immer sehr gerne getragen. Es fuchst mich ein bisschen, dass ich nur dieses hier fotografiert habe.
Der Viskosejersey ist übrigens ein Coupon vom Stoffmarkt. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob das Muster was für meine Mama ist, aber ich finde es steht ihr ausgezeichnet.


Die Ärmel und den Saum habe ich um ein gutes Stück verlängert. Ansonsten ist alles wie in der Anleitung genäht.


Es gibt übrigens etwas Neues im Hause charlie-made, aber davon möchte ich euch demnächst etwas ausführlicher berichten. Vielleicht könnt ihr aber auch schon auf einem der Nahaufnahmen erkennen, was ich meine? Es gab hier nämlich ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk...aber mehr sag ich jetzt noch nicht.

Dieses Foto ist bei einem Einkaufsbummel meiner Eltern entstanden. Ich finde es ja total cool, dass die zwei ihre selbstgenähten Kleidungsstücke auch tatsächlich (mit Begeisterung) tragen.
So auch hier! Mein Vater mit seinem Hemd und der jERIK Jacke und meine Mutter mit ihrem neuen Shirt und ihrer Handtasche.


Irgendwann steht auch noch Hosennähen auf dem Plan, aber da wage ich mich im Moment noch nicht so richtig dran.

Benäht ihr hin und wieder auch andere Familienmitglieder - außer Kind und Mann?

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, Nähfrosch, Für Söhne und Kerle
Schnitte: Herrenhemd von Dots Designs, Kimono Tee von Maria Denmark (FREEBOOK)
Stoffe: Hemdenstoff und Viskosejersey vom Stoffmarkt






Dienstag, 3. Mai 2016

Hoppe hoppe Steckenpferd


"Mama, ich wünsche mir ein Pony!"
Wer kennt diesen Satz sonst noch?
Ich erfülle meiner kleinen Schnecke ja wirklich gerne ihre Wünsche, aber das Pony im Garten wird wohl ein Traum bleiben.

Eine Alternative bzw. ein Trostpflaster konnte ich ihr dann aber doch anbieten. Ein Steckenpferd!
Und mal wieder habe ich festgestellt, wie sehr ich mein Hobby liebe und wie vielseitig es ist.
Das Steckenpferd ist sogar ein ziemlich schnelles Projekt, das aber viel hermacht und auf jeden Fall die Kinderaugen zum Leuchten bringt.


Wem übrigens die Stoffkombi irgendwie noch bekannt vorkommt, der kann hier bei Johannas Kindergartenrucksack noch mal einen Blick riskieren.

Im Netz gab es ein paar kostenlose Anleitungen für Steckenpferde. Viele waren aus Holz, aber es gibt auch ein paar Nähanleitungen bzw. Schnittmuster. Entschieden habe ich mich letztendlich für die Version aus dem "Nähideen-Leben und Wohnen mit Stoff" Nähbuch (das sein Dasein bisher relativ ungenutzt im Keller fristete). Der Schnitt ist simpel und es gibt insgesamt nur 5 Schnittteile für den Körper. (Plus 4 Ohrenteile natürlich.)


Die Mähne war noch ein Thema für sich. In der Nähanleitung wird empfohlen, eine Art Irokesenschnitt aus Filz zu machen. Das hat mir persönlich nicht so gut gefallen, daher habe ich eine Wollmähne gebastelt. Sehr simpel aber praktisch für Pferdemamis, die auch gerne mal Zöpfe in die Mähne flechten (oder die Haare einfach nur ein bisschen verzwirbeln und es dann "Flechten" nennen). Das Faultier in mir hat sich von vornherein schon dicke Wolle ausgesucht, in der Hoffnung, dass es nicht ganz so viel Arbeit ist. Es war trotzdem eine gefühlte Ewigkeit, bis ich die Mähne fertig hatte...ich möchte gar nicht wissen, wie es mit dünner Wolle gewesen wäre. 


Der Verbrauch ist auch nicht gerade gering. Ich dachte, dass ich mit einem Wollknäuel gut hinkommen würde. Ich musste dann aber doch noch mit weißer Wolle mischen, da es eben doch nicht gereicht hat. 
Ich habe einfach Schlaufen auf die eine Stofflage des Rückenteils gelegt. Dann beides mit sehr sehr vielen Klammer miteinander fixiert und am Ende in einem Rutsch zuerst mit einem Zickzackstich und dann noch mal mit einem Geradstich innerhalb der Nahtzugabe zusammengenäht. Erst dann habe ich die zweite Stofflage des Rückenteils angenäht. Zum Schluss wird die Mähne noch auf eine einheitliche Länge gekürzt. 
Sicherheitshalber habe ich dann die Nahtzugabe auf eine Seite geklappt und von rechts zusätzlich doppelt abgesteppt. Die Mähne hat inzwischen schon ein paar Härtetests bestanden...da verrutscht nichts.


An der Stirn ist noch ein Lederband angenäht, welches einen Teil des Halfters darstellen soll. In der Anleitung ist noch ein zusätzlicher Zügel beschrieben, der angenäht wird. Ich habe mich hier aber für ein Seil entschieden. Es wird einfach nur über die Schnauze gesteckt und hält ohne Fixierung - kann aber auch ohne Probleme abgenommen werden.


Die Ohren habe ich doppelt mit einer dicken Vlieseinlage verstärkt und etwas gekürzt, damit sie richtig schön stehen. Beim ersten Versuch waren es eher Schlappohren. Schon irgendwie niedlich, aber nicht ganz was ich wollte.


Alle Schnittteile habe ich übrigens - um die Stabilität zu erhöhen - noch mit einer dünnen Vlieseline bebügelt. Ich wollte hier wirklich auf Nummer Sicher gehen, dass nicht plötzlich eine Naht aufgeht oder etwas reißt. Es funktioniert wirklich prima. Außerdem verhindert die Vlieseline, dass das Füllmaterial sich durch den Stoff schiebt. Das ist mir bei dieser Eule nämlich passiert. Der Stoff ist ständig mit weißen (Füllmaterial-)Fusseln bedeckt. Egal was man macht, es kommen immer neue Fusseln aus dem Inneren.


Die Augen sind Knöpfe. Zuerst wollte ich eigentlich Augen aufnähen bzw. -sticken. Aber meine Stickfähigkeiten lassen dermaßen zu wünschen übrig, dass Knöpfe eindeutig die bessere Wahl waren.

Den Stab habe ich im Baumarkt gekauft. Es ist ein ganz normaler Rundstab mit ca. 2cm Durchmesser. Zusätzlich habe ich ihn noch lackiert. Einfach nur, weil es hübscher aussieht. Moritz hat oben auf den Stab eine kleine, runde Platte aufgeschraubt. So kann der Stab nach dem Stopfen nicht mehr herausrutschen...er sitzt bombenfest im Pferdekopf.



Damit das Steckenpferd auch einigermaßen parkettfreundlich ist, hat Moritz am unteren Stabende einen Stoßschutz aus Gummi angeschraubt. Hier hätte mit Sicherheit auch ein Filzgleiter oder ähnliches gut funktioniert.


Das war wirklich mal ein schönes, einfaches und schnelles (wenn man von der Wollmähne absieht) Projekt mit einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis. Johanna ist glücklich mit ihrem Steckenpferd und ich bin es auch.
Eine zweite Version davon gibt es sogar auch schon...für Gäste sozusagen.


Verlinkt bei: Creadienstag, Kiddikram
Schnitt: "Pferdestärken" aus dem Buch "Nähideen - Leben und Wohnen mit Stoff" vom TOPP Verlag
Stoffe: Blümchen und Punktestoff von superstoffe (Nur noch in Braun verfügbar)