Donnerstag, 1. März 2018

Von Freud und Leid und allem drumherum

Meine Oma hat als Kind immer zu mir gesagt: "Genieß die Zeit im Jetzt. Es geht alles so schnell vorbei".
Damals haben mir solche Sprüche immer total genervt. Das eine Jahr bis zum nächsten Geburtstag ist nämlich nie schnell vorbei gegangen und hat gefühlt eigentlich mindestens 5 Jahre gedauert.

Jetzt bin ich älter kein Kind mehr und weiß genau was sie meint.

Gefühlt habe ich gestern meinen letzten Blogpost hier getippt und heute schau ich rein und schwupps ist es doch schon wieder 1 1/2 Jahre her. Wenn ich denjenigen erwische, der die Zeit geklaut hat.

Es war natürlich immer super viel los. (Hand hoch, bei dem das nicht so ist? Niemand?). Stress macht man sich oft selbst, aber es gibt auch viel Druck von außen, gegen den man einfach machtlos zu sein scheint. Eigentlich müsste man mindestens einmal am Tag kurz durchatmen und zur Ruhe kommen, bzw. sich bewusst machen was gerade mit einem selbst passiert. Und noch mal. Hand hoch, wer das so macht? Echt jetzt? Wieder keiner?

Und dann kommt so ein Ereignis, das die Welt dann doch kurz stillstehen lässt.

Ein neues Leben ist auf dem Weg zu uns. (Ja wir reden hier noch vom Jahr 2016! Aber ich will hier ja auch eine Geschichte erzählen...also...) Am Anfang sah es eigentlich gar nicht so gut aus und die Schwangerschaft an sich war auch alles andere als angenehm, aber nach einiger Zeit war dann doch klar, dass wir unseren kleinen Sebastian im Februar 2017 in den Armen halten dürfen.
Was wir nicht wussten war, dass meine Mama ihren Enkel leider nicht mehr kennenlernen sollte.

Und auch an diesem Tag im September stand die Welt noch mal - diesmal etwas länger - für mich still. Zu diesem Zeitpunkt kam mir alles andere unwichtig vor.


Aber das Leben geht weiter und das - wie ich ja inzwischen weiß - verdammt schnell.
Es heißt also Taschentücher (griffbereit) verräumen und weitermachen. Hallo Alltag, du warst, aber wirklich nicht weit weg!
Das Gute (naja, gut ist jetzt auch nicht das richtige Wort. Aber ihr wisst bestimmt was ich meine) an solchen tiefschwarzen Zeiten ist, dass es eigentlich nicht wirklich viel schlimmer kommen kann. Auf Freud folgt Leid und umgekehrt.

Wie geplant kam Anfang Februar 2017 unsere sehr große Freude auf die Welt. Und ich kann euch gar nicht sagen, wie erleichtert ich war, diese Schwangerschaft endlich hinter mir zu lassen und dieses liebe Baby auf dem Arm zu halten.


Sebastian ist ein tolles, gesundes und meistens entspanntes Kind. Er wird von seiner Schwester abgöttisch geliebt und wir sind so froh die beiden zu haben! Opa ist auch vollkommen entzückt und die zwei haben eine ganz besondere Verbindung miteinander. Was will man also mehr? (Vielleicht eine Mama/Oma, die noch da ist?)

So und dann ist es passiert. Einmal kurz nicht hingeschaut und das 1. Jahr ist rum. Sebastian ist ein Jahr alt und kurz darauf wurde Johanna auch schon 6. Warum gibt's da keinen Stopp-Knopf? Mit einem 34 Stunden Tag wäre ich alternativ auch einverstanden!

Langsam nähern wir uns dem Ende der Geschichte, denn wir sind hiermit schon im Februar 2018 angekommen. Ich bin immer noch sehr glücklich mit meinen beiden Kindern, vermisse meine Mama und schmiede Pläne für die Zukunft. Es wird sich einiges bei uns daheim ändern und ich hoffe aber gleichzeitig auch, wieder etwas Zeit für mein Blogger-Hobby zu haben.

Ich freu mich schon daruf!

Und weil das ja ein Nähblog ist, muss zumindest einmal in jedem Post irgendein Schnittmuster genannt werden, oder?
Ein bisschen bin ich ja schon stolz, dass wir alle in diesem Familienfoto etwas selbst genähtes tragen.



Von links: Ein Schnabelina Regenbogenbody, ein Kimono Tee, ein Dots Design Herrenhemd und das Elodie Drehkleidchen.
Auf dem Bild mit meiner Mama trage ich eine Scarlett von pattydoo und meine Mama ein Kimono Tee.

Habt einen schönen und ruhigen Start ins Wochenende! Genießt das Jetzt (das hat schon Oma gesagt!) und lasst euch nicht stressen!


Und nachdem Sebastian etwas, das meins und für mich produziert ist und auch die Scarlett und das Kimono Tee nur für mich sind, möchte ich diesen Post bei RUMS mit euch teilen.



Kommentare:

  1. Oh, liebe Charlie! Wie schön, wieder etwas von dir zu lesen! Ich traue ja meine Augen kaum, ich hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass du deinen Blog nochmal zum Leben erwecken wirst. Und da sehe ich auf einmal ein Bild von dir, als ich bei RUMS hineinschaue ... ich freue mich wirklich riesig!!

    Mit über einjähriger Verspätung gratuliere ich dir auch noch herzlich zu deinem Sohn! Was für ein süßer! Und was für ein tolles Familienbild.

    Es tut mir sehr leid, dass deine Mutter gestorben ist, ich fühle wirklich mit dir. Auch meine Mama ist leider im letzten Jahr gestorben und sie hat eine große Lücke hinterlassen ... aber, wie du schon schreibst. Der Alltag geht ja dennoch weiter ...

    Ich hoffe, jetzt wieder häufiger von dir zu lesen. Ich habe deine erfrischenden Blogposts wirklich sehr vermisst!

    LG
    Kristina

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  2. Liebe Charlie,
    Du glaubst gar nicht wie sehr ich miich freue von dir zu lesen. Auch von meiner Seite alles gute nachträglich zur Geburt deines echt niedlichen Sohnes. Das deine Mama verstorben ist tut mir sehr leid, ich möchte gar nicht daran denken, wenn es mir mal so geht.
    Deine Auszeit total verstänflich, schön das du wieder hergefunden hast. Das Familienbild ist total schön. Uns nur weil es ein Nähblog ist, darf man doch gern auch mal persönlich werden, immerhin hat man als Leser ja immer so ein stückweit, das Gefühl den dahinter etwas zu kennen und ist empathisch ihm gegenüber.
    Ganz liebe Grüße,
    Petra

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  3. Charliiiiiiiieeeeee!!! Du bist wieder da!!! Hurrrrah! Trotz schlimmer Zeit mit Höhen und Tiefen, ich freu mich sooooo! Ich hab Deinen Blog so vermisst, immer wieder mal reingelinst, ob die automatische Verständigung mich im Stich gelassen hat und Du vielleicht doch - unbemerkt - was gepostet hast. Aber jetzt! Traute eben meinen Augen nicht.
    Es tut mir so leid, dass Deine Mutter nicht mehr da ist, ohne sie gekannt zu haben. Es ist ein Thema, das mich und meinen Mann gerade auch sehr beschäftigt, denn seinen Eltern, beide schon über 80, geht's nicht gut. So schwer das zu akzeptieren ist, fürchte ich doch, dass Tod und Trauer bei uns (mir und ihm) in der nächsten Zeit Thema sein werden.
    Trotzdem: Schön, dass Du wieder Ressourcen frei hast, Deine genähten Sachen auch im Blog zu zeigen. Ich freu mich schon sehr darauf, hoffentlich wieder öfter von Dir zu lesen!
    Liebste Grüße, Gabi

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  4. Liebe Charlie,
    schön, dass du wieder da bist.
    Auch von mir natürlich noch herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines niedlichen Sohnes. Jetzt kannst du noch mehr Schnittmuster ausprobieren und Jungsstoffe shoppen ;-)
    Ebenfalls mein Beileid zum Tod deiner Mutter, ich hoffe, dass ich das selbst nicht so schnell erleben muss.
    Ich habe dich wirklich vermisst und deinen Steckenpferd-Post bestimmt 20 mal angeklickt, um zu schaun, ob du nicht vielleicht doch etwas neues geschrieben hast.
    Auf jeden Fall freue ich mich sehr von dir zu hören und hoffe jetzt wieder mehr von dir lesen zu dürfen.
    Liebe Grüße
    Verena

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  5. Liebe Charlie ♥

    schön, Dich wieder zu lesen! Aber zuerst mein herzliches Beileid, ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und bin mir sicher, Deine liebe Familie unterstützt Dich großartig dabei ♥
    Damit auch herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs! Ein zuckersüßer kleiner Mann!

    Ich freue mich, dass ich wieder bei Dir lesen kann ♥

    Ganz herzliche Grüße
    Evelyn

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