Dienstag, 29. Mai 2018

Drehkleidliebe

Schwuppdiwupp und schon wieder sind mehrere Wochen ins Land gegangen. Und dann auch noch ein Blogpost! Schon der zweite dieses Jahr! Wenn ich nicht aufpasse, dann erwecke ich meinen Blog noch aus Versehen zum Leben.

Apropos Leben...das rast gerade nicht nur mit riesen Schritten, es bringt im Alltag auch einigen Grund zum Schmunzeln. Wie gestern Abend beim Duschen:

Kind: Mama! Was nimmst du da gerade für ein Shampoo?
Ich: Limone-Buttermilch
Kind: Waaaaas? Limone-Muttermilch?! Naja, die soll ja für alles gut sein, hast du gesagt

Daran wollte ich euch einfach teilhaben lassen, bevor ich jetzt zu meinem eigentlichen Thema komme - das Drehkleid.
Kleider werden hier ja schon lange Zeit heiß und innig geliebt! Was mir inzwischen für meine Große aber nicht mehr so gut gefällt, ist das kurze Oberteil an vielen Kleidern. Die enden nämlich oft kurz unter der Brust und hängen dann sackartig herunter. Bei kleinen Mädchen super niedlich, aber bei unserer sechsjährigen Riesin jetzt einfach nicht mehr so toll.

Da kam mir die Mary Lou von Fadenkäfer gerade recht.


Das Kleid ist recht schmal geschnitten und hat einen weiten, schwingenden Tellerrock. Als ich vor kurzem (also letztes Jahr) darüber gestolpert bin, wusste ich sofort, dass ich es unbedingt nähen muss. Ein paar Monate, schlaflose Nächte und Nähflauten später, habe ich es dann auch tatsächlich geschafft.


Das Kind ist glücklich und ich auch! Aber ein Stofffresser (boa...drei "f") ist das Teil schon. Johanna ist inzwischen 1,35m groß (ja, sie ist sechs!), trägt Schuhgröße 36 - was für das Kleid wurscht ist, aber ich finde es trotzdem krass - und braucht Kleidergröße 134/140. Ein Meter Stoff reicht da gerade noch aus...zumindest für kurze Ärmel.



Aber es dreht sich schon wirklich sehr schön. Das muss ich bald wieder nähen (habe es mir fest für 2019, nächste Woche, vorgenommen!)
Weil ich da nicht zu viel tüddeln wollte, habe ich mich bewusst dafür entscheiden, das Kleid komplett nur aus einem Stoff zu nähen. Aber so ganz ohne war's dann doch ein bisschen fad. Also noch schnell ne Schleife drauf - passt. Und weil scheinbar auch Sechsjährige noch die Anwandlung haben an sämtlichem Tüddelkram rumziehen zu müssen, war ich diesmal so schlau und habe alles komplett festgenäht. Mal schauen, ob es auch hält.



Die Ärmel habe ich mit einem "gestückelten Zickzackstich" (der hat bestimmt einen professionelleren Namen) gesäumt. Am Rocksaum ist ein Rollsaum, was auch daran liegt, dass das Kleid sonst zu kurz geworden wäre.


Doch...davon brauchen wir dringend noch eins! Vielleicht zur Einschulung dieses Jahr. Da streite ich noch mit mir, ob es eine Elodie, ein Dirndl oder so ein Drehkleid werden soll. Was meint ihr?

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, Kiddikram
Schnitt: "Mary Lou" von Fadenkäfer
Stoff: vom Stoffladen um die Ecke

Kommentare:

  1. Das Drehkleid ist toll. Die Schleife als kleines Detail finde ich auch sehr gelungen. Das wäre doch bestimmt was für die Einschulung.
    Viele Grüße! Tina

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  2. ein richtig tolles Kleid, einfach und extrem schön.

    Für ein Mädel ist sie wirklich groß, aber das macht nichts, in der Schule sind ja dann noch viel größere Kinder, höchstens in der Klasse kann sie die größte sein.
    Das dachte ich zwar bei meinem Sohnemann auch, aber es gibt immer noch jemanden, der größer ist.

    LG
    Zottellotte Sonja

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